

Nach einem ausgelassenen Fest wartet Klytemnästra zusammen mit ihren Kindern Elektra und Orest auf die Rückkehr ihres Gatten Agamemnon aus dem Trojanischen Krieg. Kaum ist die Familie vereint, ermordet Klytemnästra Agamemnon aus Macht- und Rachegelüsten. Orest und Elektra schmieden daraufhin Pläne, ihre Mutter und deren Geliebten zu töten. Diese Szene aus „Orestie“ von Aischylos in der Bearbeitung und Übersetzung von Peter Stein erzählt nicht nur das Geschehen, sondern lässt abgrundtief in die Seelen dieser antiken Charaktere schauen, zeigt deren Motive zu diesen Graultaten auf, aber auch die Gewissenskonflikte und Göttergläubigkeit.
Die Studierenden des 5. Semesters am Institut für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Rostock führen am Freitag, dem 5. Februar 2010, um 19.30 Uhr im Katharinensaal Szenen aus Stücken der Antike bzw. Antikebearbeitungen auf. Neben „Orestie“ in der Einstudierung von Karoline Kunz werden auch „Amphitryon“ von Plautus in der Einstudierung von Reinhard Hellmann und „Weibervolksversammlung“ von Arisotphanes in der Einstudierung von Thomas Kressmann geboten.