Lehramt Musik
An wen richten sich die Lehramtsstudiengänge?
Die Lehramtsstudiengänge im Fach Musik richten sich an instrumental und vokal vorgebildete Studienbewerber mit breit gefächerten musikalischen Interessen, die Freude am Umgang mit Kindern und Jugendlichen haben, für pädagogische Fragestellungen und Innovationen aufgeschlossen sind und über Belastbarkeit und Durchsetzungsvermögen im Hinblick auf das spätere Berufsfeld verfügen.
Studienprofil
Alle Studien haben drei wesentliche Schwerpunktbereiche, die auf das Berufsbild des Musiklehrers/der Musiklehrerin ausgerichtet sind: künstlerische Praxis, wissenschaftliche Reflexion und der musikpädagogische Berufsfeldbezug.
Der musikalisch-künstlerische Unterricht findet im Einzel- und Gruppenunterricht statt, die musikwissenschaftlichen sowie didaktisch-methodischen Fächer werden in Vorlesungen, Seminaren, Projekten und Exkursionen vermittelt. Schulpraktika und schulpraktische Übungen sind in den Studienablauf integriert. Es ist ferner möglich, in Zusammenarbeit mit den anderen Instituten der hmt Darstellendes Spiel oder auch Musikalische Elementarerziehung zu belegen.
Regelmäßige Konzerte der Schulmusikstudierenden bereichern den Studienalltag. Ziel des Studiums ist es, die Lehramtskandidaten/-innen lebensnah auszubilden, Fächer verbindend und übergreifend zu lehren, wissenschaftliche Hintergründe zu verdeutlichen und praktikable, berufsbezogene Sichten bzw. Umsetzungsmöglichkeiten zu vermitteln.
Alle Studierenden wird empfohlen, von den Studienmöglichkeiten im Ausland Gebrauch zu machen. Internationale Beziehungen zu Musikhochschulen und Universitäten vor allem in Großbritannien, Schweden, Finnland, Belgien und Ungarn ermöglichen im Rahmen etablierter Austauschprogramme kurz- und längerfristige Studienaufenthalte im Ausland.
Die Ausbildung erfolgt für alle Lehrämter. Wer ein Lehramtsstudium aufnehmen möchte, kann also wählen zwischen folgenden Lehrämtern: Lehramt an Gymnasien, an Haupt- und Realschulen, an Grund- und Hauptschulen und für Sonderpädagogik.
Studienform
Da das Studium des Lehramtes Musik stets mit einem weiteren Schulfach kombiniert wird, studieren Sie sowohl an der Hochschule für Musik und Theater Rostock als auch an der Universität Rostock. Verschiedene Fächerkombinationen sind möglich. Die Erstimmatrikulation erfolgt an der Hochschule für Musik und Theater Rostock.
Zwischen folgenden Lehrämtern können Sie wählen
Gymnasium
Außer Geographie und Kunst können alle Schulfächer in Rostock studiert werden.
Hier geht es zum Studienverlauf.
Informationen zum Lehramtsstudium Gymnasium an der Universität Rostock
Haupt- und Realschulen
Die Kombinationsfächer sind Deutsch, Mathematik, Englisch und Sport.
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Informationen zum Lehramtsstudium Haupt- und Realschule an der Universität Rostock
Grund- und Hauptschulen
Das Studium des Faches Musik ist entweder für das allgemeinbildende Unterrichtsfach oder im Rahmen der Grundschulpädagogik als Lernbereich neben den obligaten Lernbereichen Deutsch und Mathematik möglich.
Hier geht es zum Studienverlauf.
Studienverlauf Lernbereich
Information zum Lehramtsstudium Grund- und Hauptschule an der Universität Rostock
Sonderpädagogik
Die Ausbildung im Fach Musik erfolgt entweder für das allgemeinbildende Unterrichtsfach oder bei der Wahl des Schwerpunktes Grundschulpädagogik als Lernbereich Musik neben den Lernbereichen Deutsch oder Mathematik.
Hier geht es zum Studienverlauf.
Information zum Lehramtsstudium Sonderpädagogik an der Universität Rostock
Studieninhalte
Das Lehramtsstudium Musik widmet sich:
- der musikalisch-künstlerischen Praxis,
- der theoretisch-wissenschafltichen Auseinandersetzung mit Musik und
- Fragen der Vermittlung im schulischen Kontext.
Entsprechend gerät Musik als künstlerisches Gestaltungsanliegen, als kulturhistorisches Phänomen sowie als pädagogisch anspruchsvolle Vermittlungsaufgabe in den Blick.
Künstlerische Haupt- und Nebenfächer
Als künstlerische Haupt- und Nebenfächer können Gesang und Klavier sowie ein weiteres Instrument bzw. eines der Fächer Chorleitung, Schulpraktisches Klavierspiel oder Komposition/Musiktheorie gewählt werden.
Studienziel
Ziel des Studiums ist es, Musik in ihrer Vielfalt und Vielschichtigkeit auf methodisch angemessene, abwechslungsreiche Weise fachgerecht, schülergerecht und motivierend unterrichten zu können. Es ist unser Anliegen, lebensnah und interdisziplinär auszubilden und sowohl künstlerische Qualität als auch wissenschaftliche Hintergründe und berufsbezogene Einsichten zu vermitteln.
Studiendauer
Die Regelstudienzeit beträgt 9 Semester. Auf die Zeit für die Erste Staatsprüfung entfallen hiervon sechs Monate.
Studienabschluss
Das Studium schließt mit dem 1. Staatsexamen ab. Zusätzlich zu den schriftlichen und mündlichen Prüfungen werden zwei künstlerisch-praktische Prüfungen absolviert.
Weiterführende Studienmöglichkeiten
Parallel zum Studium können Zusatzqualifikationen in den Fächern Darstellendes Spiel und Elementare Musikpädagogik erworben werden. Darüber hinaus besteht nach Abschluss des Studiums die Möglichkeit der Promotion und Habilitation in den Fächern Musikwissenschaft und Musikpädagogik.
Berufliche Perspektiven
Der Abschluss des 1. Staatsexamens ermöglicht den Zugang zum Referendariat. Darüber hinaus bestehen vielfältige Möglichkeiten einer musikpädagogischen Berufstätigkeit in unterschiedlichsten Bildungseinrichtungen, in Verlagen und im Bereich der außerschulischen Musikvermittlung an Opern- und Konzerthäusern.
Studienvoraussetzungen
Allgemeine Hochschulreife und künstlerische Eignungsprüfung.
Schulmusik an der hmt Rostock - ein Interview
Wie kam es zu Ihrer Entscheidung, Schulmusik zu studieren?
Michael Mudra: Ich hatte schon während der Schulzeit immer wieder mit dem Gedanken gespielt, Lehrer zu werden. Ich hatte mehrere gute Lehrer,
die meine Vorbilder waren. Außerdem habe ich lange Jahre Klavier gespielt.
Katharina Schmidt: Bei mir war es eine relativ späte Entscheidung. Nach dem Abitur habe ich erstmal ein Freiwilliges Soziales Jahr gemacht. Als mir mein
Berufswunsch dann klar wurde, musste ich noch schnell Klavier lernen (lacht). Ich habe ein halbes Jahr vor der Aufnahmeprüfung damit angefangen.
Natürlich war ich musikalisch schon vorgebildet, ich habe Querflöte gespielt und auch schon im Chor gesungen. Schulmusik ist ein tolles Fach, weil es sehr vielseitig ist. Die künstlerische Ausbildung, wissenschaftliche Aspekte, Didaktik... vielseitiger geht es kaum.
Michael Mudra: Ja, genau. Als ich hier an der Hochschule angefangen habe, habe ich gedacht: Mann, was geht hier für ein Universum auf! Endlich habe
ich Leute getroffen, die ähnlich drauf waren wie ich.
Und wieso haben Sie sich dann für die hmt entschieden?
Michael Mudra: Als ich hierher kam, hat es mir vor allem vom Ambiente her sofort gefallen. Hier gibt es zum Beispiel immer das Schulmusikerfrühstück, das
die nervösen Bewerber fürsorglich auffängt, wenn Aufnahmeprüfung ist. Da hat man gespürt, dass hier eine schöne Gemeinschaft unter den Studenten
vorhanden ist.
Katharina Schmidt: Das war bei mir genauso. Nachdem ich hier zur Aufnahmeprüfung war, wollte ich eigentlich nirgendwo anders mehr hin. Die Nähe zur Uni ist natürlich praktisch, man kann alles schnell erreichen. Dann ist es aber eben doch eine eigenständige Musikhochschule, das ist nochmal was
anderes, als wenn es nur ein Institut an einer Uni wäre, wie z.B. in Potsdam. Außerdem gibt es die Möglichkeit, das Staatsexamen zu machen, und es
werden keine Studiengebühren erhoben.
Fühlen Sie sich für das Berufsleben gut gerüstet?
Katharina Schmidt: Im musikalischen Bereich habe ich hier auf jeden Fall sehr viel gelernt. Ich habe keine Angst, mich vor eine Klasse zu stellen und mit
den Schülern Musik zu machen. Aber am viel zitierten „Praxisschock“ wird man wohl trotzdem nicht vorbei kommen.
Michael Mudra: Das glaube ich auch. Im Fach Schulmusik gibt es ganz unterschiedliche Auffassungen und Herangehensweisen. Manche Lehrer setzen
immer noch auf den rein „klassischen“ Musikunterricht, andere arrangieren mit ihren Schülern zum Beispiel den Schlagzeugpart für einen Popsong. Was
nachher im Schulalltag wirklich funktioniert, wird man sehen. Da weiß man noch nicht, was auf einen zukommt.
Katharina Schmidt: Im Studium hat man natürlich viele Denkanstöße bekommen, wie ein guter Musikunterricht aussehen kann. Es gab z.B. Gastvorträge wichtiger Schulmusikdidaktiker wie Werner Jank und
Ortwin Nimczik. Auch eine Veranstaltung wie vor kurzem die Landesschulmusiktage hier an der hmt, an denen wir als Studierende kostenlos teilnehmen konnten, hat nochmal auf eine sehr intensive Weise
neue Impulse gegeben. Da dachten wir dann schon: „Aha, jetzt wird es also ernst!“
Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die Zukunft!
Bewerbung
Hier erhalten Sie weitere Information rund um das Thema
Bewerbung.
Anmeldefrist für die Eignungsprüfung
für das Sommersemester: jeweils der 1. Dezember des Vorjahres
für das Wintersemester: jeweils der 1. Mai des jeweiligen Jahres
Außerdem ist je nach gewählter Schulform und gewähltem weiteren Unterrichtsfach entweder eine fristgerechte Einschreibung oder, wenn eine Zulassungsbeschränkung besteht, eine fristgerechte Bewerbung an der Universität Rostock erforderlich.
Weitere Information zum Studienfeld "Pädagogik/Lehramt" an der Universität Rostock
Eignungsprüfungstermine
Sprecher des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Prof. Dr. Oliver Krämer
oliver.kraemer@hmt-rostock.de
fon +49 381 5108 121
Professoren und Lehrkräfte
Informationsveranstaltung
Der Hochschulinformationstag findet jedes Jahr im April statt. Bitte informieren Sie sich unter Veranstaltungen.
Noch Fragen?
Wir beraten Sie gerne persönlich!
Herr Peter Käsche
Studenten- und Institutsverwaltung
fon +49 381 5108 220
fax +49 381 5108 201
peter.kaesche@hmt-rostock.de
Prof. Dr. Oliver Krämer
für Gymnasium sowie Haupt- und Realschule
fon +49 381 5108 121
oliver.kraemer@hmt-rostock.de
Prof. Dr. Magnus Gaul
für Grund- und Hauptschule sowie Sonderpädagogik
fon +49 381 5108 122
magnus.gaul@hmt-rostock.de
Universität Rostock
Allgemeine Studienberatung & Careers Service
Parkstr. 6, D-18057 Rostock
fon +49 381 498 1253
studienberatung@uni-rostock.de
www.uni-rostock.de
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