Rechtsextremismus – Musik und Medien | Interdisziplinäre Tagung

Rechtsextreme Gruppierungen und Strömungen bedienen sich zunehmend unterschiedlicher Musikstile als propagandistisches Medium, um neue Anhänger zu finden und ihre Ideologie zu streuen. „Waren Aktionen wie die ‚Schulhof-CDs‘ zur Verbreitung sogenannter Rechter Musik und ihre Botschaften noch eindeutig als der rechten Szene zugehörig zu identifizieren, so ist dies gegenwärtig weitaus komplexer geworden. Die musikalische wie mediale Diversifizierung führt zu einer Verschleierung der rechtsextremen Gesinnung und ihrer Akteure“, sagt Professorin Dr. Yvonne Wasserloos von der Hochschule für Musik und Theater Rostock (hmt). Sowohl für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als Adressaten als auch Beobachter und Analytiker der Szene wird es somit zunehmend schwieriger, die Botschaften in Musik, Text und Medienkonzepten auf ihren extremistischen ideologischen Hintergrund hin zu entschlüsseln.

Im interdisziplinären Verbund von Musikwissenschaft, Musikpädagogik, Geschichts- und Politikwissenschaft wird die Tagung „Rechtsextremismus – Musik und Medien“ an der Hochschule für Musik und Theater Rostock am 19. und 20. Januar 2018 die politische und gesellschaftliche Sprengkraft Rechter Musik analysieren und ihre Formen und Funktionen anhand aktueller Beispiele verschiedener Musikstile und Medien diskutieren. Ebenso werden die Möglichkeiten und Grenzen ihrer Erforschung hinterfragt.

Zudem richtet sich der Blick auf die Dimensionen des Themas für die praktische Arbeit in der Schule, für die Polizei und den Verfassungsschutz. Dabei ist zu erörtern, wie diese gesellschaftliche Problematik als eine Form der politischen Bildung im Verbund mit präventiven Maßnahmen an Schulen, Aus- und Fortbildungseinrichtungen und Hochschulen vermittelbar sind.

https://www.hmt-rostock.de/hochschule/tagungen/

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