Franns von Promnitz

Den 3-jährigen Dresdner Franns-Wilfrid v. Promnitz begeisterte die Wasserorgel in „Planten un Blomen“ zu Hamburg. Als 10-Jähriger begann er im  Kreuzchor zu singen und erlernte das Klavier- und Orgelspiel. Mit 18 Jahren leitete er den Philharmonischen Kinder- und Erwachsenenchor, assistierte bei der Dresdner Singakademie und studierte an der HfM Dresden die Hauptfächer Dirigieren, Klavier, Violoncello und Komposition und extern noch Gesang und Orgel. 20-jährig kam er an die Sächsische Staatsoper und dirigierte 23-jährig erstmals einen Opern- und Ballettabend. Als Sänger und Arrangeur arbeitet er bei den Dresdner Vocalisten (Wiederentdeckung der Comedian Harmonists) und den Ensembles Parnaso (Madrigalkomödien) und TreCantus (Zwei Stimmen & ein Portativ, Mittelalter & Renaissance) – Cembalo spielend mit dem Zelenka-Ensemble, dem Dresdner Barocktrio; des weiteren im Klavierduo und als musikalischer Gestalter von Trick- und Dokumentarfilmen.

Ab 1985 bereist er als Konzertorganist von Holland aus die ältesten Orgeln West-Europas (Sion, Oosthuizen, Rysum u.a.), erfindet die Gattung „Orgel & Stimme“ (Der singende Organist) und gastiert in Rom, Brüssel, Amsterdam, London, Paris und Hermannstadt. Dem sächsischen Komponisten Johann Amadeus Naumann (1741-1801) verhilft er 1991 zu erneuter Klanglichkeit durch die Gründung der Naumann-Gesellschaft samt dem Klassiklabel SIXTINA und der Aufführung von dessen Opern, Oratorien und Kammermusik in der legendären Konzertreihe Laufen und Lauschen.

Auf Inseln der deutschen Nordmeere lebt er zeitweilig als Konzert- und Churorganist (Norderney, Rügen, Hiddensee), richtet Bachsche Claviergroßwerke für die Orgel ein: Die Französischen Suiten 1998, Die Goldbergvariationen 2010 zum 325. Bachgeburtstag. (Große Tournee mit 32,5 Aufführungen zwischen Nord- und Bodensee), Die Kunst der Fuge in drey Abteilungen 2015.

Promnitz spielte als Welturaufführungen  zum 150.Geburtstag der Harmoniumerfindung 1992 Die Kunst der Fuge auf einem Percussionsharmonium und 2005 Die Kunst der Fuge um den Grundton „d“ gespiegelt auf einem Flügel in Trier. Er gründete etliche Vereine zur Erhaltung schützenswerter Landschaften (Seifersdorfer Thal, Fasanengarten Moritzburg 2001) bzw. auch des Stammschlosses der Familie an der Elbe (2013) und publiziert: Die Kinder des Herman von Promnitz 2015, eine Naumannnovelle u.a.. Sein CD-Angebot umfasst bisher 18 Alben, erschienen bei Horos, audiolis und auris subtilis.

An der Hochschule für Musik und Theater Rostock lehrt er seit dem Wintersemester 2012 am Institut für Musik Vokalmusikgestaltung und  Partienstudium.

  • Besonderes: Gemeinsame Ensembleaufführungen aller Sängerinnen und Sänger seiner Klasse. Die Messe basse von Faure, das Stabat Mater von Baron Rincon d’Astorga, das Quodlibet der Goldbergvariationen zum Jubiläum 20 Jahre hmt, Comedian-Harmonists-Arrangements, Italienische Kammerduette Naumanns, Songs von Bing Crosby mit Backgroundchoir, mehrstimmige Lieder von Johann Herman Schein, Malvina-Schnorr-von-Carolsfeld-Ehrung-Dresden, etc.
  • Beliebtes: Die musikalische Pfingstgestaltung des Neuendorfer Gemeindefestes auf Hiddensee zum Ende der alljährlichen OrgelBACHtagE und die Opernbesuche am Bußtag im Opernhaus Chemnitz.
  •  Aufführung des Oratoriums "La Morte d'Abel" von Johann Amadeus Naumann

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