Philipp Bohnen

Der 1983 in Kiel geborene Geiger Philipp Bohnen ist seit 2008 Mitglied der Berliner Philharmoniker und darüber hinaus ein viel gefragter Kammermusiker und Solist.
Studiert hat er an der Folkwang Universität in Essen bei Prof. Vesselin Paraschkevov als Jungstudent. An der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Prof. Stephan Picard und Prof. Antje Weithaas absolvierte er sein Diplom und Konzertexamen.
In der Spielzeit 2006/2007 war er Stipendiat der Karajan Akademie (Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker). In der Zeit als Akademist war die Zusammenarbeit mit Reinhard Goebel ausschlaggebend dafür, dass sich der vielseitige Musiker heute intensiv mit den Fragen der historischen Aufführungspraxis beschäftigt. Im Konzertsaal sowie auf verschiedenen CD Einspielungen kann man seine Arbeit mit dem Ensemble Concerto Melante (auf historischen Instrumenten) verfolgen, welches sich aus Musikern der Alten Musikszene und Mitgliedern der Berliner Philharmoniker zusammensetzt.
Die intensive Arbeit als Kammermusiker macht Philipp Bohnen zu einem sehr facettenreichen Geiger.
Mit seinem 2009 gegründeten Mariani Klavierquartett erspielte er sich 2011 ein Stipendium beim Deutschen Musik Wettbewerb. Es folgten das CD Debüt beim Label Genuin, Einladungen zu Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival, den Ludwigsburger Schlossfestspielen und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Das Mariani Klavierquartett begeistert seither durch seine mitreißenden und stets stilsicheren Interpretationen Publikum und Presse gleichermaßen.
2013 gründete Philipp Bohnen mit drei Kollegen der Berliner Philharmoniker das Varian Fry Quartett. Das junge Ensemble ist regelmäßig in Berlin, bei den Osterfestspielen Baden-Baden, sowie in den USA und Japan zu hören.
Philipp Bohnen ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe. So gewann er 2001 den 1. Preis des Bundeswettbewerbs Jugend Musiziert, den 2. Preis beim Ibolyka-Gyarfass Wettbewerb in Berlin (2004). Von 2004 bis 2009 war er Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und spielte unter anderem eine Violine von Giovanni Battista Guadagnini, Mailand 1756.
2011 wurde Philipp Bohnen Ensemble-Preisträger der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und hatte seither das Vergnügen mit fantastischen Musikerinnen und Musikern wie dem Quatour Ébène, Daniel Hope, Antje Weithaas, Vilde Frang, Daniel Müller-Schott, Danjulo Ishizaka, Maximilian Hornung, Anne Sofie von Otter, Matthias Schorn und Tabea Zimmermann zu musizieren.
Solistisch ist Philipp Bohnen mit Orchestern wie dem Landesjugendorchester Mecklenburg-Vorpommern, dem Sinfonie Orchester Berlin, der Hamburger Camerata, dem Kurpfälzischen Kammerorchester Pforzheim und dem Nationalen Jugendorchester Venezuela zu hören.
Philipp Bohnen spielt eine Violine von Stephan von Baehr aus dem Jahr 2009.
Zum Sommersemester 2017 übernimmt er eine Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik und Theater Rostock.


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