Jede Stimme zählt – das macht demokratische Vielfalt aus. Für die Theaterpädagogik ist diese Forderung zentral, sie ist verbunden mit Diskursen um Teilhabe und Teilnahme, Vielstimmigkeit und Mündigkeit, lokal wie global. Jede Stimme zählt – und sie erzählt auch: in ihrem eigenen Klang, in den Affekten, die mitschwingen, in den Geschichten, die sie mitbringen. In diesem Sinne fragt die Rostocker StäKo Wessen Stimme wird gehört? Wie werden Stimmen gehört? – und verbindet dies einerseits mit künstlerischen Stimmpraktiken, andererseits mit Diskursen um feministische, intergenerationale, transkulturelle wie transdifferente Perspektiven. Stimmen werden in der Theaterpädagogik oftmals weniger bewusst gestaltet als andere Theatermittel. Wir möchten daher neue Erfahrungen in der künstlerischen Gestaltung von Stimme schaffen und die Reflexionskraft, die in der Arbeit mit Stimme liegt, entfalten.
- Wie können wir Stimme und Erzählungen als performative und künstlerisch-pädagogische Gestaltungsmittel für die Theaterpädagogik ausweiten?
- Wie können sich Menschen artikulieren und hörbar machen, ihre Stimmen erheben, sich in gesellschaftliche Prozesse einbringen und miteinander in Austausch kommen?
- Wie können wir Zugänge zur eigenen Stimme ermöglichen? Was braucht es, um über die eigene Stimme zu verfügen, ihr Resonanz zu geben und sich auszudrücken?
- Wie können wir lernen, uns gegenseitig zuzuhören und welche ästhetischen Mittel helfen dabei?
Organisiert wird die StäKo durch die Theaterpädagogik der hmt Rostock sowie unsere zwei Drittmittelprojekte Fokus Stimme und Künstlerische Biographien transkulturell, gefördert von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre. Präsentiert werden u.a. deren Projektergebnisse durch die Premiere eines von drei internationalen Studierendenteams gedrehten Dokumentarfilms und durch das Ausprobieren eines Kartensets für die theaterpädagogische Arbeit mit Stimme und Sprechen.
Programm
(((((Donnerstag
5. März 2026
ANKOMMEN
Willkommensbereich geöffnet, Mittagessen in der Mensa auf Selbstzahlbasis
KURZE BEGRÜSSUNG
jede Stimme (er)zählt – Herzlich Willkommen an der Hochschule für Musik und Theater Rostock
KEYNOTES
Transkulturelle Perspektiven
) Keynote 1
Charlotte Wiedemann (Autorin und Journalistin, Berlin)
Den Schmerz der Anderen begreifen. Erinnerung und Solidarität
Abstract
Welche Opfer sind uns nahe, welche bleiben fern und stumm? Welches Leid hat Stimme, welcher Schmerz spricht zur Welt? Und was prägt dabei die Ökonomie der Empathie?
Charlotte Wiedemann lädt dazu ein, Erinnerungskultur im Geist globaler Gerechtigkeit neu zu denken. In ihrem Vortrag schlägt sie einen großen zeitgeschichtlichen Bogen – vom Beitrag der Kolonialsoldaten zur Befreiung Europas bis zum neuen vielstimmigen Erinnern in einer diversen Gesellschaft der Gegenwart.
Jedes Leben ist prekär und gleichermaßen schützenswert: Dieses Prinzip muss für Israel-Palästina ebenso gelten wie für die globale Klimapolitik. Humanity must win ist eine zentrale Forderung in einer von Autoritarismus und Nationalismus bedrängten Weltgesellschaft.
Charlotte Wiedemann
Autorin von Büchern, Essays und Reportagen zu internationalen Themen, recherchierte in etwa 30 außereuropäischen Ländern, publiziert u.a. für Geo, die Zeit, Le Monde Diplomatique, Qarantara, Südlink, Blätter für deutsche und internationale Politik
15 Minuten Pause
) Keynote 2
Christine Delory-Momberger (Erziehungswissenschaftlerin, Paris
Ökobiographie, Heterobiographie und künstlerische Praxis
Abstract
Der Vortrag erforscht, wie Öko-, Heterobiographie und künstlerische Praxis Räume eröffnen, um Beziehungen zum Selbst, zu Anderen und zur Welt im Zeitalter des Anthropozäns neu zu denken. Die Ökobiographie entwirft die Beziehung zwischen dem Selbst, dem Lebenden und Nicht-Lebenden. Die Heterobiographie untersucht die Transformationseffekte des Selbst bei der Rezeption der Erzählung Anderer. Die Kunst wird Akt der Bindung. Am Beispiel einer photographischen Kreation zeigt die Autorin, wie der künstlerische Akt ein „zweites Leben“ ermöglichen kann.
Dr. Christine Delory Momberger
Professorin für Erziehungswissenschaften an der Universität Sorbonne Paris Nord. Studium der Ethnologie, deutscher und romanischer Philologie und Erziehungswissenschaften. Buchautorin, Forschungsschwerpunkte: Auto-, Hetero- und Ökobiographie in künstlerischer Praxis.
KAFFEEPAUSE
ERÖFFNUNG
Anstimmen – Ständige Konferenz Spiel und Theater an Hochschulen 2026
( Eröffnung durch die Teams KÜBITRA, Fokus Stimme und Theaterpädagogik
( Grußworte und Austausch
( Stimmperformances aus der hmt Rostock
PRÄSENTATION
Freiraum?!
Zwei Jahre Drittmittelforschung (Teil 1)
) Kartenset
Psst! Mit Stimme Theater machen (Fokus Stimme), konzipiert und geschrieben von Marit Fiedler, Caroline Intrup, Isabelle Zinsmaier, Matthias Dreyer
Abstract
Marit Fiedler, Caroline Intrup und Isabelle Zinsmaier stellen das Kartenset „Psst! Mit Stimme Theater machen“ vor. Dabei gehen sie auf methodische Überlegungen zur Didaktik von Kartensets und auf künstlerische und sprecherzieherische Ansätze des Sets ein.
Das Drittmittelprojekt Fokus Stimme widmete sich von 2024-2026 dem Thema Stimme und Sprechen in der Theaterpädagogik. Ermöglicht wurde es durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre im Rahmen der Förderlinie Freiraum 2023.
Marit Fiedler
Sprechwissenschaftlerin und Sprecherzieherin. Wissenschaftlich-künstlerische Mitarbeiterin an der hmt Rostock im Projekt „Fokus Stimme“. Zudem Tätigkeit als Sprechbildnerin, Rhetoriktrainerin und Erzählerin.
Caroline Intrup
Sprechkünstlerin, Perfomerin und Sprecherzieherin. Wissenschaftlich-künstlerische Mitarbeiterin an der hmt Rostock im Projekt „Fokus Stimme“. Schwerpunkt auf interdisziplinäre Projekte und Trainingskonzepte für und mit anderen Künsten.
Isabelle Zinsmaier
Theaterpädagogin, Theaterwissenschaftlerin und Theatermacherin. Wissenschaftlich-künstlerische Mitarbeiterin an der hmt Rostock im Projekt „Fokus Stimme“. Teil des zaungäste Kollektivs.
) Buch
Künstlerische Biographien – transkulturell: Interdisziplinäres, autobiographisches Arbeiten in der Kunst (KÜBITRA), herausgegeben von Rosvita Kolb Bernardes, Marion Küster, Pepetual Mforbe Chiangong, Mercy Mirembe Ntangaare
Abstract
Die Herausgeberinnen stellen das Buch zum Projekt „Künstlerische Biographien – transkulturell“ vor. Dabei wird auf die methodischen Schwerpunkte des Prozessverlaufs und seine Besonderheiten eingegangen.
Das Drittmittelprojekt KÜBITRA widmete sich von 2024–2026 als Kooperation zwischen der hmt Rostock, der Makerere University Kampala und der UFMG Belo Horizonte den Themen Transdifferenz, intergenerationelle Beziehungen und Feminismus. Ermöglicht wurde es durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre im Rahmen der Förderlinie Freiraum 2023.
Rosvita Kolb Bernardes
Professorin für Bildende Kunst in der Lehrer*innenausbildung an der UFMG Belo Horizonte/Brasilien und Gründerin des dort ansässigen Autobiographischen Ateliers. Forschungsschwerpunkt ist Autobiographie in der künstlerischen Praxis.
Marion Küster
Bis 2023 Professorin für Theaterpädagogik hmt Rostock. Zur Zeit Initiatorin und künstlerische Leiterin des Projekts „Künstlerische Biographien – transkulturell“, Entwicklung und Umsetzung transkultureller Projekte, u.a. In Brasilien, Togo und Uganda.
Pepetual Mforbe Chiangong
Promovierte künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin an der hmt Rostock, Projektleiterin KÜBITRA (2024–2026). Davor mehr als zehn Jahre Assistenzprofessorin an der HU Berlin mit dem Schwerpunkt Afrikanisches Drama, Theater und Performance. Dort 2025 Habilitation mit der Arbeit „Old Age in African Drama and Theatre“.
Mercy Mirembe Ntangaare
Professorin der Makerere-Universität Kampala, Autorin, Pädagogin, Theatermacherin und Produzentin. Sie unterrichtet Drama/Theater, Literatur, Folklore (ethnische Künste/ Geisteswissenschaften) und Theatermarketing.
ABENDESSEN
Buffet von World Food Catering
FILMPRÄSENTATION
Freiraum?! – Zwei Jahre Drittmittelforschung (Teil 2)
( Dokumentarfilm
Shades of Art and Education – Transcultural Dialogues (KÜBITRA, 2025)
( Anschließend: Stimmen der Zuschauenden
Abstract
Der im Rahmen von KÜBITRA entstandene Dokumentarfilm „Shades of Art Education - Transcultural Dialogues“ feiert Premiere. Im Anschluss findet ein Gespräch mit Zuschauer*innen und Beteiligten des Films statt.
Das Drittmittelprojekt KÜBITRA widmete sich von 2024–2026 als Kooperation zwischen der hmt Rostock, der Makerere University Kampala und der UFMG Belo Horizonte den Themen Transdifferenz, intergenerationelle Beziehungen und Feminismus. Ermöglicht wurde es durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre im Rahmen der Förderlinie Freiraum 2023.
PARTY
Stimmung! – Tanzen, quatschen, den Tag ausklingen lassen
(((((((((
Freitag
6. März 2026
ANKOMMEN UND WARM-UP
psst! – Einstimmung mit Übungen aus dem Kartenset
PANEL MIT VORTRÄGEN
Free your Voice oder Laut und deutlich? – Die Rolle von Stimme in der Theaterpädagogik
) Julia Kiesler (Sprechwissenschaftlerin und Sprecherzieherin, Bern):
„Brautkleid bleibt Brautkleid und Blaukraut bleibt Blaukraut!?“ – Sprecherziehung und ihre Vorurteile oder von einer, die auszog, das Sprechen zu lehren. Überlegungen zum Fachverständnis in der Theaterpädagogik
Abstract
Sprecherziehung ist mehr als eine Praktik zur Selbstoptimierung. Sie ist auch mehr als das Schön- und Deutlichsprechen nach den Regeln der deutschen Standardaussprache. Mit Blick aus der Schauspielausbildung und Theaterpraxis thematisiert die Keynote, welchen Beitrag die Sprecherziehung in der Theaterpädagogik leisten kann und welche Möglichkeiten aus der Beschäftigung mit der Stimme und dem Sprechen erwachsen.
Julia Kiesler
Sprechwissenschaftlerin, Professorin für Sprechen im Fachbereich Theater der Hochschule der Künste Bern. Daneben als Sprech- und Stimmtrainerin und als Leiterin für Sprechchöre an verschiedenen Schweizer Theatern tätig.
) Kristin Westphal (Erziehungswissenschaftlerin, Koblenz):
Phänomen und Wirkmächtigkeit der Stimme. Zugänge zur ästhetisch-bildenden Praxis
Abstract
Die Stimme fungiert nicht allein als Sinn- und Bedeutungsträger in konkreten Handlungsvollzügen. In ihrer Sinnlichkeit und Materialität kommt ihr ein bedeutsamer Anteil an Kommunikation zu. Welcher Zugang ergibt sich daraus für ästhetisch-bildende Prozesse in künstlerisch-pädagogischen Zusammenhängen?
Kristin Westphal
Erziehungswissenschaftlerin, bis 2019 Professorin für Grundschulpädagogik an der Universität Koblenz. Gründungsmitglied des Zentrums für zeitgenössisches Theater und Performancekunst und des Studiengangs Darstellendes Spiel/Theater. Schwerpunkte: Pädagogische Anthropologie und Phänomenologie; Forschungen zur Kulturellen und Ästhetischen Bildung.
) Matthias Dreyer (Theaterpädagoge und Theaterwissenschaftler, Rostock):
Welche Stimmen für die Theaterpädagogik?
Abstract
Details folgen.
Matthias Dreyer
Professor für Theater in Schulen an der hmt Rostock, Leiter Abteilung für Theaterpädagogik. Arbeit auch als Theaterwissenschaftler und Dramaturg. Forschungsschwerpunkte sind Chor, Dramaturgie und das Hören in künstlerisch-pädagogischen Prozessen.
Anschließend: Spazierengehen
still, leise, laut
KAFFEEPAUSE
WORKSHOPS 1
Erzählen, Experimentieren, Zuhören – Praxisworkshops 1
( Teresa Finke (Stimm- und Sprechtrainerin, Sprecherzieherin, Berlin/Rostock):
Extended Voice – Die grenzenlose Stimme
(in deutscher Sprache, ca. 10 Personen)
Abstract
In diesem Workshop erkunden wir die Stimme in all ihren Facetten: vom Flüstern bis zum Schreien, von opernhaften Klängen über Growling und gebrochene, raue Töne bis hin zu Klagelauten oder faszinierenden Multiklängen. Gemeinsam experimentieren wir mit Klangfarben und erweitern unser stimmliches Ausdrucksspektrum – eine wertvolle Grundlage, um die Stimme beispielsweise in Stimmperformances oder performativen Theaterinszenierungen kraftvoll, frei und vielseitig einsetzen zu können.
Teresa Finke
Stimm- und Sprechtrainerin für Schauspiel, Theater und Musik. Widmet sich in ihrer Arbeit der sogenannten Extenend Voice und erforscht die Stimme in all ihren Facetten und theatralen Ausdrucksmöglichkeiten.
( Mercy Mirembe Ntangaare (Wissenschaftlerin, Hochschuldozentin, Theatermacherin, Kampala) / Marion Küster (Theaterpädagogin, Schauspielerin, künstlerische Leiterin KÜBITRA, Berlin/Rostock):
Storytelling in transkulturellem Kontext
(in deutscher und englischer Sprache)
Abstract
Die Workshopleiterinnen aus Uganda und Deutschland gehen im Workshop gemeinsam mit den Teilnehmenden der Frage nach: Wie kann Zusammenarbeit, bei verschiedenen kulturellen, historisch gegenseitig belastenden Hintergründen sowie unter den aktuell gesellschaftlichen Bedingungen gelingen? Friedrich Wolfs Geschichte „Pit Picus und die Möwe Leila“ soll dabei Beginn einer Auseinandersetzung sein. Die dialogisierte Geschichte bildet die Basis des Storytellings, einer Erzählform, in der die Zuhörenden über Bewegung und Mitsprache aktiv eingebunden sind, um schließlich selbst die Erzählung weiterzudenken und zu gestalten. Ausgehend von der Metapher aus der Vogelwelt wird auf Transformationsmöglichkeiten für das menschliche Miteinander geblickt.
Mercy Mirembe Ntangaare
Professorin der Makerere-Universität Kampala, Autorin, Pädagogin, Theatermacherin und Produzentin. Sie unterrichtet Drama / Theater, Literatur, Folklore (ethnische Künste / Geisteswissenschaften) und Theatermarketing.
Marion Küster
Bis 2023 Professorin für Theaterpädagogik hmt Rostock. Zur Zeit Initiatorin und künstlerische Leiterin des Projekts „Künstlerische Biographien-transkulturell“, Entwicklung und Umsetzung transkultureller Projekte, u.a. In Brasilien, Togo und Uganda.
( Anna Schwenke (Sprechwissenschaftlerin, Sprecherzieherin, Rhetoriktrainerin, Teterow / Rostock):
Stimmgesundheit braucht gute Ohren – zum Hören und Fühlen von Stimmen
(in deutscher Sprache)
Abstract
Die tönende Stimme braucht ein hörendes Gegenüber, um (Sprech-)Wirkung entfalten zu können!? Im Workshop nehmen wir uns im Hör-Schneckentempo den anwesenden Stimmen und ihrer Wahrnehmung an. In fünf Schritten ergründen wir, welche eindrucksvollen Perspektiven sich entwickeln, wenn allein das Zuhören und Nachspüren im Mittelpunkt steht. Schließlich hilft die geschulte Selbstwahrnehmung, stimmliche Grenzen zu schätzen und die eigene Stimme modulationsfähig und gesund zu erhalten.
Anna Schwenke
Sprechwissenschaftlerin, Sprecherzieherin (hmt Rostock), freiberufliche Trainerin und Dozentin für Mündlichkeit und Rhetorische Kommunikation, Forschungsschwerpunkte sind Rhetorik und Didaktik des Vorlesens sowie Hörverständlichkeit.
( Alexandra Simões (Fotografin, Bildende Künstlerin, Belo Horizonte) / Rosvita Kolb Bernardes (Bildende Künstlerin, Forscherin, Lehrerin, Belo Horizonte):
Poetik des Lichts – ein fotobiografischer Workshop
(in portugiesischer, englischer und deutscher Sprache, 10 Personen)
Abstract
In diesem Workshop haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, mit historischen fotografischen Techniken wie Blaupausen und Fotomalerei an ihren eigenen Bildern und denen anderer zu arbeiten. Wir beginnen mit der Fotografie, um das Sensible daran zu teilen und aus der Materialität des Bildes eine persönliche Poetik zu entwickeln.
Wir laden alle Teilnehmenden ein, ein Porträt (Foto) aus der eigenen Kindheit einzusenden, das im Workshop von ihr*ihm verwendet und bearbeitet werden kann.
Das Foto sollte bis zum 25. Februar 2026 an alexandra.simoes@gmail.com gesendet werden.
Alexandra Simões
Fotografin. Studium der Geschichte und Master-Abschluss in Kunst (PPG-Artes) an der Bundesuniversität von Minas Gerais (UFMG). Spezialisierung für Mediation in Kunst, Kultur und Bildung von der Guignard-Schule der Staatlichen Universität von Minas Gerais (UEMG).
Rosvita Kolb Bernardes
Professorin für Bildende Kunst in der Lehrer*innenausbildung an der UFMG Belo Horizonte/ Brasilien und Gründerin des dort ansässigen Autobiographischen Ateliers. Forschungsschwerpunkt ist Autobiographie in der künstlerischen Praxis.
MITTAGESSEN
Mittagessen in der Mensa auf Selbstzahlbasis
WORKSHOPS 2
Erzählen, Experimentieren, Zuhören – Praxisworkshops 2
( Rodrigo Antero (Tanz- und Theaterforschender, Performancekünstler, Belo Horizonte):
Pretoformar: Schwarze Tänze und Performances
(in portugiesischer, englischer und deutscher Sprache, max. 20 Personen)
Abstract
Dies ist ein Workshop zum Experimentieren mit Schwarzen Tänzen und Performances, um Poesie zu schaffen und zu komponieren. Ich werde Übungen zur Bewusstwerdung und Beherrschung von Bewegungen in afro-brasilianischen Tänzen, zur Selbstfürsorge und zur Fürsorge für andere anbieten. Wir werden mit der Beziehung arbeiten, um sowohl das Kollektiv als auch sich selbst, in Beziehung zu anderen, in Raum und Zeit wahrzunehmen. Durch rituelle Übungen, die von traditionellen Kulturen inspiriert sind, werden wir Ansätze für Interaktion, Beziehung und Andersartigkeit in der Gruppenarbeit entwickeln.
Rodrigo Antero
Performer, Tänzer, Autor zeitgenössischer schwarzer Poetik. Lehrer in Clóvis Salgado Foundation – Palácio das Artes (CEFART) und Doktorand in Darstellender Kunst (PPG-Artes) an der Bundesuniversität von Minas Gerais (UFMG).
) Josephine Hock (Puppenspielerin und –bauerin, Berlin/Rostock):
Sprechende Objekte – Impulse zur Stimmgestaltung aus dem Theater der Dinge
(in deutscher Sprache)
Abstract
Wie würde eine Tomate klingen, wenn sie sprechen würde? Wie atmet ein Tuch?
Im Theater der Dinge suchen Spieler*innen nach dem passenden Ausdruck für Gegenstände, die von sich aus keine Stimme haben.
Ausgehend von Form, Charakter und Nutzung eines Gegenstandes werden im Workshop Strategien vermittelt, um mit dem eigenen Körper in gewohnte und ungewohnte Stimmen zu springen. Die dabei genutzten Techniken lassen sich auch in anderen Theaterformen anwenden.
Josephine Hock
Puppenspielerin und -bauerin mit einem Fokus auf dem dokumentarischem Theater der Dinge. Sie ist außerdem Mitglied der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft und Lehrbeauftragte für Objekttheater an der hmt Rostock.
) Hannah-Maidlin Holz (Studentin Lehramt Theater, Rostock), Anne-Kathrin Holz (Theaterdidaktikerin, Lehrerin für Theater und Geschichte, Rostock/Schwerin):
Jaja, ich hör dir doch zu … Ein Workshop vom Zuhören und miteinander Sprechen in verschiedenen Generationen
(in deutscher Sprache)
Abstract
Was meinst du genau? Wie möchtest du verstanden werden? Wie möchtest du, dass ich dir zuhöre? Wie darf ich für dich erzählen? Wie schaffe ich es, dass mein Zuhören deine Erzählung nicht übertönt? Woher weiß ich, dass du verstehst was ich meine? - Gemeinsam wollen wir erforschen, wie intergenerationales Verstehen besser gelingen kann.
Hannah-Maidlin Holz
Studentin im Lehramt Theater an der hmt Rostock. Tätigkeit als Regieassistentin, Inspizientin und Outside Eye von Theaterproduktionen.
Anne-Kathrin Holz
Lehrerin für Deutsch, Geschichte und Theater, Fachseminarleiterin für Theater in Mecklenburg-Vorpommern. Dozentin mit Schwerpunkt Didaktik im Lehramtsstudiengang Theater hmt Rostock. 2015-2023 Jurymitglied beim Theatertreffen der Jugend.
) Arnold Luweesi (Erzähler, Dramatiker, Theaterpädagoge, Kampala) / Patience Nuwagaba (Dramatikerin, Drehbuchautorin, Dichterin, Kampala) / Bernadette Orishaba (Koordinatorin Kulturelle Bildung, Kampala):
„Geschichten vom Kamin“ – Ein Workshop über afrikanisches Geschichtenerzählen
(in englischer Sprache)
Abstract
Wie werden afrikanische, insbesondere ugandische Geschichten, wahrgenommen und bewertet? Welche verschiedenen Erzähltechniken und Erzählstile machen die Geschichten aus Uganda einzigartig? Wie beeinflussen diese Geschichten die moralische Wahrnehmung des Lebens, insbesondere bei jungen Erwachsenen? Geschichten vom Kamin entmystifiziert die Kunst der Volksmärchen in Uganda und bezieht sich dabei eng auf das berühmte ugandische Volksmärchen mit dem Titel „Njabaala“.
Arnold Luweesi
Geschichtenerzähler, Dramatiker und Theaterpädagoge mit einem Abschluss in Theater und Film von der Makerere University in Kampala. Derzeit arbeitet er als Creative Learning Assistant und Storytelling-Moderator bei Action in Africa, einer NGO in Uganda, hauptsächlich mit Kindern und Jugendlichen.
Bernadette Orishaba
Koordinatorin für Jugendprogramme bei Action in Africa, einer NGO in Uganda. In dieser Funktion konzentriert sie sich auf die Konzeption und Umsetzung von Jugendprogrammen und die Durchführung kreativer Lernsitzungen. Sie nutzt das Theater, um zu bilden und Leben zu stärken.
Patience Nuwagabast
Dramatikerin, Drehbuchautorin, Dichterin und Jugendleiterin. In ihrer Arbeit konzentriert sie sich darauf, durch die Auseinandersetzung mit moralischen und kulturellen Fragen sozialen Wandel voranzutreiben.
KAFFEEPAUSE
PERFORMANCE
Performance zu Stimme in Kunst und Gesellschaft
( Details folgen!
ZEIT ZUM AUSRUHEN
Optional: Gemeinsamer Spaziergang zum Kulturzentrum Peter Weiss Haus
Mitgliederversammlung
ABENDESSEN
Gemeinames Abendessen auf Selbstzahlbasis im Café Marat im Peter Weiss Haus
(((((((((
Samstag
7. März 2026
ANKOMMEN UND WARM-UP
psst! – Einstimmung mit Übungen aus dem Kartenset
PODIUMSDISKUSSION UND AUSTAUSCH
Vielfältige Stimmen, vielfältiges Zuhören.
Gegenwärtige Bedrohungen – was tun in der Theaterpädagogik?
Abstract
Details folgen.
) Details folgen!
KAFFEEPAUSE
FORUM WISSENSCHAFT
Aktuelle Forschungsarbeiten aus der Theaterpädagogik und Theaterdidaktik
Abstract
Details folgen.
) Präsentation aktueller Forschung von Promovierenden und Studierenden (Abschlussarbeiten)
) Vernetzung und Austausch
MITTAGESSEN
Suppe für alle!
ABSCHLUSS
Gemeinsames Ausklingen der Ständigen Konferenz 26
(((((((((
Anfahrt
Veranstaltungsort Stäko 2026
Hochschule für Musik und Theater Rostock
Beim St.-Katharinenstift 8, 18055 Rostock
Hotels
Hotel Vienna House
Neuer Markt 2, 18055 Rostock
B&B Hotel Rostock Hafen
Gaffelschonerweg 1, 18055 Rostock
Vom Hauptbahnhof Rostock zum Konferenzort
Straßenbahnen zum Neuen Markt
Linie 5 (Richtung: Mecklenburger Allee/ Lichtenhagen)
Linie 6 (Richtung: Neuer Friedhof)
Vom Neuen Markt ca. 500 Meter zur hmt Rostock
Peter Weiss Haus
Doberaner Straße 21, 18057 Rostock
Straßenbahnen vom Neuen Markt zum Doberaner Platz (3 Stationen)
Linie 5 (Richtung: Mecklenburger Allee / Lichtenhagen)
Linie 6 (Richtung: Neuer Friedhof)
Linie 1 (Richtung: Rügener Straße / Lütten Klein)
Unterkunft
Hotel Vienna House Sonne
zur Internetseite
Zimmerkontingent
30 Superior Zimmereinheiten
Verfügbar bis
5. Februar 2026
Buchung unter
Telefon: +493814973555
reservation.sonne-rostock@hrg-hotels.com
Stichwort
„Konferenz Spiel und Theater“
Preise
79 Euro im Einzelzimmer (inkl. Frühstück)
100 Euro im Doppelzimmer (inkl. Frühstück)
B&B Hotel Rostock-Hafen
zur Internetseite
Zimmerkontingent
30 Einzelzimmer
Verfügbar bis
15. Februar 2026
Buchung unter
rostock-hafen@hotelbb.com
mit Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum, Anschrift und Telefonnummer
Stichwort
„Hochschule für Musik und Theater Rostock 5.–7.3.2026“
Preise
59 Euro im Einzelzimmer (ohne Frühstück)
13,90 Euro für Frühstück pro Person und Nacht
Zugänglichkeit
Nähere Infos folgen.