PrOBe – Praxisphasen Orientierend Begleiten: Praxisjahr Schule und Musikmentoring

Das Projekt PrOBe ist ein innovatives Praxiskonzept der Hochschule für Musik und Theater, mit dem wir neue Wege in der Musiklehrer*innenbildung gehen. Es vereint ein Langzeitpraktikum (Praxisjahr Schule) im Fach Musik mit der Betreuung durch eigens dafür qualifizierte Musiklehrer*innen aller Schularten (Musikmentoring).

Das Praxisjahr Schule ist im dritten Studienjahr angesetzt und verfolgt zwei Ziele: (1) Eignungsabklärung im Hinblick auf den eigenen Berufswunsch und den entsprechend gewählten Studiengang und (2) die Professionalisierung pädagogischen Handelns im künftigen Berufsfeld Schule.

Die Musikmentor*innen sind mit Lehraufträgen an die Hochschule gebunden und qualifizieren sich in der Gruppe fortwährend weiter. Die Hochschule für Musik und Theater bildet mit den beteiligten Praktikumsschulen ein verlässliches Schulnetzwerk, in dem die Musikmentor*innen die Rolle der Schnittstellenpersonen zwischen den Institutionen einnehmen.

Praxisjahr Schule

Ziele

Ziel ist die Selbstvergewisserung der Studierenden im Hinblick auf die eigene Berufswahl durch intensive und langfristige Berufsfelderkundung und begleitete Unterrichtsversuche im Fach Musik. Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung lernen die Studierenden Methoden zur genauen Beobachtung, Planung und Auswertung von Unterrichtsprozessen kennen, erteilen ersten Fachunterricht in ihren jeweiligen Schulstufen und verfolgen selbst gesetzte pädagogische Entwicklungsvorhaben. Sie sollen beobachtetes und selbst praktiziertes Unterrichten bewusst ins Verhältnis zu theoretischen Studieninhalten setzen können, Unterricht modellieren lernen und ein individuelles, von möglichst hoher Selbstwirksamkeit geprägtes Bild des Lehrerberufes entwickeln.

Aufbau

Das Praxisjahr Schule ist das obligatorische und zentrale Praktikum im Lehramtsstudium an der hmt Rostock. Es bündelt verschiedene berufspraktische Module des Musik- und Theater-Lehramtsstudiums in einer übergreifenden Lehrveranstaltung und erstreckt sich über das gesamte dritte Studienjahr. Das Praxisjahr Schule wird für das Lehramt Gymnasium, Regionale Schule und Grundschule angeboten, findet an ausgewählten Partnerschulen statt und wird zusätzlich von Begleitveranstaltungen in der Hochschule flankiert.

Das Praxisjahr besteht aus sechs Phasen:

Vorbereitungsphase, Seminar zur Einführung in die Unterrichtsplanung vor dem Praxisjahr: Das Seminar bildet die obligatorische Vorbereitung auf das Praxisjahr Schule in den Fächern Musik und Theater. Die vertiefende fachdidaktische Auseinandersetzung konzentriert sich auf die Themen:

  • Lehr- und Lerntheorie,

  • Unterrichtsbeobachtung und -analyse,

  • fachdidaktische Konzeptionen,

  • Planung und Durchführung von Unterricht / Unterrichtsentwürfe.

 

Den Abschluss des Seminars gestalten die Studierenden in Partner-Peer-Teaching-Einheiten.

 

Phase 1, Wintersemester: Die Studierenden absolvieren wöchentlich einen Tag in der Woche an ihrer Praxisschule. Der Schwerpunkt liegt in dieser Phase auf der theoriegeleiteten Unterrichtsbeobachtung in den Stunden ihrer Mentor*innen und ersten eigenverantwortlichen Unterrichtsversuchen. Zudem besuchen die Studierenden alle zwei Wochen ein parallel laufendes Begleitkolloquium an der hmt Rostock.

Phase 2, vorlesungsfreie Zeit des Wintersemesters: Mit einem Blockpraktikum von fünf Wochen zwischen den Semestern wird die Veranstaltung weitergeführt. In dieser Phase soll das Berufsfeld Schule tiefergehend untersucht und eigenständiger Unterricht in den Fächern Musik und Theater durchgeführt werden. Im Grundschullehramt treten die weiteren Fächer hinzu. Die Betreuungsaufgaben liegen im Wesentlichen bei den Mentor*innen.

Phase 3, Sommersemester: Im Sommersemester wird der Praxistag als Tagesveranstaltung wieder aufgegriffen. Während dieser dritten Phase formulieren die Studierenden individuelle Lernanliegen auf der Grundlage des bisherigen Feedbacks, um einen Professionalisierungskreislauf exemplarisch zu durchlaufen, u. a. mithilfe von Videographie des eigenen Unterrichtens. Die Studierenden entwickeln dadurch im Idealfall eine resiliente Haltung gegenüber Herausforderungen im Berufsfeld, die zur eigenständigen Weiterbildung als Lösungsoption animiert. An der hmt finden wieder zweiwöchentlich die Begleitkolloquien statt.

Phase 4, vorlesungsfreie Zeit im Sommer: In den Lehramtsstudiengängen Gymnasium und Regionalschule schließt sich in der folgenden vorlesungsfreien Zeit ein Praktikum im zweiten Fach an. Die Studierenden wählen nach pädagogischem Interesse eine Schule und bewerben sich dort eigenständig auf das Praktikum. Im Grundschullehramt ist diese Phase fakultativ.

Abschlussphase: Portfolioabgabe und Bilanzgespräch

Als schriftlicher Leistungsnachweis gilt das Portfolio, welches im Verlauf des Jahres entsteht und den Abschluss des Praxisjahres bildet. In dem Portfolio dokumentieren und reflektieren die Studierenden ihre Lernentwicklungen. Der gewünschte Effekt des Portfolios ist die Reflexion der eigenen künstlerischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Fähigkeiten im Bezug zum Berufsfeld. Die daraus resultierenden Rückfragen an das Lehrangebot an der hmt orientieren die gezielte Professionalisierung im weiteren Studienverlauf. Auf Grundlage des Portfolios werden am Ende des Praxisjahres Schule individuelle Bilanzgespräche zwischen Studierenden, Mentor*innen und Dozent*innen geführt.

Übersicht für Studierende

Das Praxisjahr ist insgesamt in sechs Phasen aufgeteilt

 

Als Studierende*r im Lehramt GS, Reg oder Gymnasium nehmen sie automatisch ab dem vierten Semester an den Veranstaltungen Ihres Praxisjahres Schule teil. Sie werden im Vorfeld angeschrieben. Sollten Sie keine E-Mail in Ihrem hmt-Postfach finden oder aus persönlichen Gründen nicht im vorgesehenen Zeitraum teilnehmen können, so wenden Sie sich bitte an maximilian.piotraschkehmt-rostockde.

 

Vorbereitungsphase: Einführung in die Unterrichtsplanung im Fach Musik/Theater

  • Seminar vor dem Praxisjahr

  • neben dem erfolgreichen Seminarabschluss sind obligatorische Teilnahmevoraussetzungen für alle am folgenden Praxisjahr:

    • polizeiliches Führungszeugnis

    • vollständiger Impfschutz gegen Masern

  • Studierende im LA Reg/Gym Musik und Theater:

    • haben keine weiteren Anmeldungen vorzunehmen (z.B. beim Praktikumsbüro der Universität Rostock) oder Voraussetzungen zu erfüllen (z. B. das Sozialpraktikum): das Praxisjahr Schule bündelt sämtliche Sozial-, Orientierungs- und Hauptpraktika sowie die SPÜ in Musik und Theater.

  • Studierende im LA GS Musik und Theater:

    • haben keine weiteren Anmeldungen vorzunehmen (z.B. beim Praktikumsbüro der Universität Rostock)

    • nehmen am Vor- und Nachbereitungsseminar zum Orientierungspraktikum am IGSP teil (Das Nachbereitungsseminar erst nach dem sechsten Semester)

    • machen kein Orientierungs- und Hauptpraktikum in Betreuung des IGSP

    • nehmen nicht am Vorbereitungsseminar zum Hauptpraktikum am IGSP teil

    • nehmen am Vorbereitungsseminar zum Praxisjahr Schule teil (hmt)

    • absolvieren das Praxisjahr Schule (hmt), das Portfolio zum Praxisjahr ersetzt die Berichte zum Orientierungs- und Hauptpraktikum

    • absolvieren das Übergangspraktikum in Betreuung des IGSP (8./9. Semester)

  • Studierende mit der Fächerkombination Musik / Theater belegen beide Vorbereitungsseminare

 

Phase 1: Wintersemester

  • wöchentlich stattfindender Praxistag in der Schule

  • Begleitkolloquium alle zwei Wochen

  • Inhalte: Reflexion des Einstiegs in das Praxisjahr, theoriegeleitete Unterrichtsbeobachtung, erste Unterrichtsversuche, Verfassen eines Langentwurfs

  • Studierende mit der Fächerkombination Musik / Theater belegen ein Begleitkolloquium nach fachlichem Interesse und Unterricht in beiden Fächern

 

Phase 2: Block 1 in der vorlesungsfreien Zeit des Wintersemesters

  • LA Regionalschule/Gymnasium:

    • 4-5 Wochen an der Schule mit einem Zeitumfang von 50 Stunden à 45 Min. in den Fächern Musik / Theater

  • LA Grundschule:

    • 4-5 Wochen an der Schule mit einem Zeitumfang von 48 Stunden à 45 Min. in allen studierten Fächern

    • 3 Wochen sollte ein zweiter Block gewählt werden: 24 Stunden à 45 Min. in allen studierten Fächern

  • Inhalte: Unterrichtsbeobachtung mit individuellem Beobachtungsfokus, Verfassen einer Vignette als Ergebnis der Unterrichtsbeobachtung, eigenverantwortlicher Unterricht

  • Studierende mit der Fächerkombination Musik / Theater leisten 25 Stunden à 45 Min. in beiden Fächern

 

Phase 3: Sommersemester

  • wöchentlich stattfindender Praxistag in der Schule

  • Begleitkolloquium alle zwei Wochen

  • Inhalte: Formulieren und Verfolgen von Lernanliegen zur individuellen Professionalisierung, eigenverantwortlicher Unterricht, Verfassen eines Langentwurfs

  • Studierende mit der Fächerkombination Musik / Theater belegen ein Begleitkolloquium nach fachlichem Interesse und Unterricht in beiden Fächern

 

Phase 4: Block 2: in der vorlesungsfreien Zeit des Sommersemesters im 2. Fach

  • LA Regionalschule/Gymnasium:

    • 3 Wochen an der Schule mit einem Zeitumfang vom 30 Stunden á 45 Min. in den weiteren studierten Fächern

  • LA Grundschule:

    • wenn Phase 2 geteilt wird: 24 Stunden á 45 Min. in allen Fächern

    • wenn Phase 2 nicht geteilt wird, entfällt Phase 4

  • Themen: Hospitation / eigenverantwortlicher Unterricht in den weiteren Fächern, schriftlicher Vergleich der Anforderungen in den Fächern, Verfassen eines Langentwurfs

  • Studierende mit der Fächerkombination Musik / Theater leisten 15 Stunden à 45 Min. in beiden Fächern, je nach Lernfortschritt im zweiten Fach kann diese Phase auch flexibel verschoben werden

Abschlussphase: Abgabe des Portfolios und Bilanzgespräch

  • Fertigstellung des Portfolios

  • Individuelles Bilanzgespräch

 

Forschung

Forschungsvorhaben PROFESSION

(Helen Hammerich, Prof. Dr. Oliver Krämer)

Forschungsfrage: Welchen Einfluss hat das Praxisjahr Schule auf die Sicherheit der Berufswahl unter den Lehramtsstudierenden an der hmt Rostock?

Methode: Bei der Studie handelt es sich um eine Langzeitumfrage zur Veränderung der Berufswahlsicherheit aller hmt Lehramtsstudierender über das Studium hinweg (semesterweise Onlinefragebögen, quantitative Auswertung mit SPSS), wobei die Phase des Praxisjahres besonders in den Blick genommen und der Vergleich zu einer Kontrollgruppe hergestellt wird, welche die Praktika noch nach altem Muster durchlaufen hat.

Aktueller Stand: Erste Auswertungsergebnisse zeigen eine generell hohe Sicherheit der Musiklehramtsstudierenden im Hinblick auf Ihre Berufswahl. Als bestätigende Faktoren werden vor allem das große Interesse am Fach Musik, Erfahrungen im musikpädagogischen Praxisfeld und die bestandene künstlerische Eignungsprüfung genannt. Als verunsichernde Faktoren nennen die Studierenden insbesondere den Stress und die psychische Belastung durch das Studium sowie gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen des Lehrberufs.

Forschungsvorhaben JANUS

(Prof. Dr. Oliver Krämer, Maximilian Piotraschke)

Forschungsfrage: Mit welchen Erfahrungen, Einstellungen, Emotionen und Erwartungen gehen Musiklehramtsstudierende in das Praxisjahr Schule?

Methode: Mit Hilfe qualitativer Inhaltsanalysen werden schriftliche Studierendenreflexionen über ihre Deutung der Anforderungen (Vorerfahrungen, Einstellungen, emotionale Dispositionen, Erwartungen) beim Eintritt ins Praxisjahr untersucht.

Aktueller Stand: Aus ersten Auswertungsergebnissen geht hervor, dass Studierende mit ambivalenten Gefühlen in das Praxisjahr gehen, wobei die konkrete Angst vor der Lehrsituation der Freude Musik zu unterrichten gegenüber steht.

Forschungsvorhaben KOMPETENZ

(Helen Hammerich, Prof. Dr. Oliver Krämer)

Forschungsfrage: Inwiefern beeinflusst das Praxisjahr Schule die Überzeugungen Musiklehramtsstudierender zu den Kompetenzen von Musiklehrer*innen?

Methode: Untersucht werden Einstellungsveränderungen anhand der Analyse von fachlichen, fachdidaktischen und allgemeinpädagogischen Kompetenzprofilen, welche vor Beginn und am Ende des Praxisjahres im Hinblick auf die wahrgenommenen beruflichen Anforderungen an Musikunterricht erstellt werden (ausgefüllte Arbeitsbögen mit schriftlichen Selbstreflexionen, Gruppendiskussionen).

Aktueller Stand: Erste Ergebnisse zeigen, dass besonders im pädagogischen Bereich Perspektivwechsel stattfinden und in konkret künstlerisch-musikalischen Bereichen praxisbezogene Ausdifferenzierungen sichtbar werden.

Termine

Kolloquium
07.01.2022: 09.15-10.45 Uhr
21.01.2022: 09.15-10.45 Uhr
04.02.2022: 09.15-10.45 Uhr
01.04.2022: 09.15-10.45 Uhr
15.04.2022: 09.15-10.45 Uhr
29.04.2022: 09.15-10.45 Uhr
13.05.2022: 09.15-10.45 Uhr
03.06.2022: 09.15-10.45 Uhr
17.06.2022: 09.15-10.45 Uhr

Portfolioabgabe
01.08.2022: Abgabe Portfolioeinlagen Musik/Theater
01.10.2022: Abgabe Portfolioeinlagen zweiter Block

Abschlussfeier
25.11.2022: 18 Uhr Foyer, hmt

Reisekostenabrechnung

Anleitung zur Reisekostenabrechnung:

  1. Den Antrag (Nr.1) komplett ausfüllen.

  2. Die Bestätigung (Nr. 2) ausfüllen, sodass dort nur noch die Unterschrift seitens der Hochschule benötigt wird.

  3. Das Dokument zur Kalkulation (Nr. 3) komplett ausfüllen.

  4. Alle drei Dokumente zusammen in einer Mail an zlb@hmt-rostock.de senden.

  5. Die hmt prüft die Unterlagen und meldet sich mit einem Bewilligungsbescheid zurück. Dies ist die Bestätigung dafür, dass die Reisekosten zurückerstattet werden. Um aber das Geld ausgezahlt zu bekommen, muss das Dokument zum Rechtsbehelfsverzicht ausgefüllt werden, um zu Bestätigen, dass alle Angaben und der Bewilligungsbescheid stimmen. Dieses Dokument zum Rechtsbehelfsverzicht wird per Mail zugesendet

  6. Dieses per Mail zugesandte Dokument zum Rechtsbehelfsverzicht ausgefüllt bitte wieder an zlbhmt-rostockde zurücksenden.

  7. Jetzt dauert es nicht mehr lange und das Geld wird zurückerstattet.

  8. Bei Fragen jederzeit gerne an zlbhmt-rostockde wenden.

 

Alle benötigten pdf-Dokumente finden sie weiter unten auf der Seite unter "Downloads".

 

Musikdidaktisches Kabinett

Musikdidaktisches Kabinett

Das didaktische Kabinett der Hochschule für Musik und Theater Rostock ist eine Sammlung an methodischen, technischen und allgemeinen Materialien, Schulbüchern und Instrumenten im Raum S315, die für den Einsatz im Musikunterricht für bis zu vier Wochen ausgeliehen werden können.

Über die Plattform librishare erfolgt die Veraltung der Medien. Dort können das Angebot und die Verfügbarkeit der Materialien eingesehen werden. Der Zugang erfolgt über den folgenden Link: https://hmt-verleihservice.librishare.de

Die Ausgabe und Rücknahme der Materialien erfolgt nach vorheriger Anmeldung zu den Sprechzeiten des Multimediastudios. Sobald bekanntgegeben, sind diese hier zu finden. Bis dahin wenden Sie sich bitte an das zlbhmt-rostockde .

Musikmentoring

Ziele

Die Musiklehrenden, die als Mentor*innen das Praxisjahr Schule betreuen, bilden mit den Lehrenden der hmt Rostock ein feste Arbeitsgruppe, beraten sich gegenseitig, bilden sich in musikpädagogischen und fachdidaktischen Fragen gemeinsam fort und entwickeln das Praxisjahr inhaltlich und strukturell gemeinsam weiter. Dazu durchlaufen die beteiligten Musiklehrer*innen zunächst eine einjährige allgemeine Mentorinnenqualifizierung innerhalb des Verbundprojekts LEHREN in M-V. Als Mentor*innen betreuen sie an ihren jeweiligen Schulen Kleingruppen von drei bis fünf Studierenden. Sie unterstützen bei der Unterrichtsplanung und gestalten konstruktive Feedbacksituationen.

Aufbau Mentor*innenqualifizierung Musik

Um im Musikmentoring mitwirken zu können, ist die allgemeine Mentor*innenqualifizierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern Voraussetzung. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Struktur der einjährigen Qualifizierungsmaßnahme.

Flyer Mentor*innenqualifizierung 2019/2020

Forschung: TRANSFER (Projekt abgeschlossen)

TRANSFER - Mentor*innen betreuen den Transfer musikalisch-künstlerischen Arbeitens

Das Forschungsprojekt nimmt den Transfer der musikalisch-künstlerischen Ausbildung an der hmt Rostock in die konkrete unterrichtliche Praxis im Musikunterricht der Mentees in den Fokus. Frühere Forschungen zeigen, dass die Musik-Mentor*innen bei diesem Transfer eine Schlüsselrolle einnehmen (Bailer, 2006 u. 2009; Malmberg, 2018a u. 2018b), sie sind Schnittstellenpersonen und ermöglichen, unterstützen und konturieren diesen Transfer.

An der hmt Rostock werden alle innerhalb der Studien Gymnasium, Regionalschule, Grundschule und Grundschule mit künstlerisch-wissenschaftlicher Vertiefung liegenden Schulpraktika in Musik während des 3. Studienjahres zum „Praxisjahr Schule“ zusammengefasst (= Projektbereich II, Reflexive Praxisphasen). TRANSFER nutzt die Arbeit der Mentor*innen und Mentees im „Praxisjahr Schule“ als Erhebungsfeld.

Erwartete Ergebnisse sind

  • Qualitätskriterien für gelingenden Transfer der musikalisch-künstlerischen Ausbildung an der hmt in den Musikunterrichtsalltag,
  • Rückbindungen in die Mentor*innenqualifizierung in Musik sowie
  • curriculare Empfehlungen für die Musiklehrer*innenbildung an Musikhochschulen.

Es werden musikalische Selbstkonzepte von Mentor*innen und Mentees, die Zusammenarbeit der Dyade Mentor*in/Mentee, Kompetenzzuwächse in der musikalisch-künstlerischen Anleitungsarbeit während des Praxisjahrs Schule sowie deren Interdependenzen in den Blick genommen.

Leitung: Prof. Dr. Isolde Malmberg

Bailer, N. (2006). „… Ich bin doch Musiklehrer und Musiker!“ Über die sich verändernde Bedeutung von Musik in der (berufs-)biographischen Entwicklung junger MusiklehrerInnen. In Bailer N. & Huber, M. (Hg.), Youth – Music – Socialization. Empirische Befunde und ihre Bedeutung für die Musikerziehung. Wien 2006 (= Band 6 der Schriftenreihe „extempore – Aus der musiksoziologischen Werkstatt", hg. von Irmgard Bontinck), S. 111–121.

Bailer, N. (Hg.) (2009). Musikerziehung im Berufsverlauf. Eine empirische Studie über Musiklehrerinnen und Musiklehrer. Wien: Universal Edition.

Malmberg, I. (2018a). Transitions between Art and Pedagogy. Mentoring Music Teacher Novices in Austria. In Global Education Review XX. New York: Mercy College. P. S. 39-53. ger.mercy.edu/index.php/ger/article/view/294

Malmberg, I. (2018b). Auf einer mehrspurigen Autobahnbrücke. Die Statuspassage am Beginn des Musiklehrberufs. In Schäfer-Lembeck, U., Zöllner-Dressler, S. & Krettenauer, T.: BFG-kontakt. S. 297-309

Termine Weiterbildungen

Kolloquium
27.04.2022: 09.00-16.00 Uhr

Treffen
05.01.2022: 17.00-19.00 Uhr
31.01.2022: 17.00-19.00 Uhr
06.04.2022: 17.00-19.00 Uhr
08.06.2022: 17.00-19.00 Uhr

Abschlussfeier
25.11.2022: 18.00 Uhr Foyer, hmt

Schulnetzwerk und Mentor*innen

Partnerschule werden
  • Unterstützung bei Exkursionen an die hmt Rostock
  • Tage der Musik an den Schulen
  • Künstlerische und Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen unterstützen Studierende und Mentor*innen an den Schulen
  • In langfristiger Zusammenarbeit fungieren die Mentor*innen als Schnittstellenpersonen zwischen Hochschule und Schule

Erfahrungsbericht

"(...) Als Absolvent*innen des Praxisjahres Schule haben wir in vielerlei Hinsicht wertvolle Erkenntnisse über uns und unser Lehrer*innensein gewonnen, die uns nicht nur an unsere Grenzen getrieben, sondern auch geprägt und für unser zukünftiges Tun geformt haben. Wenn wir am Anfang des Praxisjahres noch leichte Zweifel an unseren Fähigkeiten vor der Klasse zu stehen hatten, konnten sich diese durch die Unterstützung von Kommiliton*innen, Dozent*innen und Mentor*innen Stück für Stück ausräumen lassen. Dafür ein herzliches Dankeschön!"

Den vollständigen Erfahrungsbericht finden Sie unter "Downloads"

Projektleitung & Kontakt

Projektleitung: Prof. Dr. Oliver Krämer
Projektkoordination und Ansprechpartner: Dr. Maximilian Piotraschke

Mitarbeiter*innen im Team: Prof. Dr. Bernd Fröde, Helen Hammerich
Hilfskräfte: Nico Heidemann, Nora Harders und Walther Meißner, Kontakt: zlbhmt-rostockde

Veröffentlichungen im Projekt

Hammerich, H., Krämer, O. & Piotraschke, M. (2021). Vorbereitung von Studierenden auf erste Unterrichtsversuche im Fach Musik. Partner-Peer-Teaching als Vorbereitung auf das Praxisjahr Schule. DiMawe – Die Materialwerkstatt 3 (1), 1–12. https://doi.org/10.11576/dimawe-4206

Malmberg, I. (2021). Musizieren als Entwicklungsaufgabe im Schulpraktikum. Erste Ergebnisse der qualitativen Erhebung TRANSFER zu Mentor/Mentee-Dynamiken beim Klassenmusizieren in schulischen Praxisphasen. In F. Platz, O. Kautny & J. Hasselhorn (Hrsg.), Musikpädagogik im Spannungsfeld von Reflexion und Intervention. Music Education between (Self-)Reflections and Interventions (S. 113–134). (Musikpädagogische Forschung / Research in Music Education,  Bd 41). Waxmann.

Krämer, O. & Piotraschke, M. (2020). Emotions of Student Music Teachers Concerning School Practice. In A. Houmann & E. Saether (Hrsg.), European Perspectives on Music Education, vol. 9 (S.191–205). Helbling.

Krämer, O., Malmberg, I. & Piotraschke, M. (2019): PrOBe – Praxisphasen Orientierend Begleiten. In: D. Neuhaus & G. Puffer (Hrsg.) Musikpädagogische Projekte in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung. Diskussion Musikpädagogik 83/2019, 47–55.

Malmberg, I., Nestler, E. & Piotraschke, M. (2018). Mentor*innenqualifizierung aus fachdidaktischer Perspektive gestalten. Kooperative Entwicklung und Umsetzung eines Curriculums.Journal für LehrerInnenbildung 4/2018, 46–51.

Vorträge im Projekt

Malmberg, I. (2019, September). Mentoring beim Musizieren. Am Übergang von der Musikhochschule in den Klassenraum, Ergebnisse aus dem TRANSFER-Projekt (Vortrag). Jahrestagung des Arbeitskreises für musikpädagogische Forschung (AMPF), Hochschule für Musik und Medien, Hannover.

Krämer, O.; Malmberg, I. & Piotraschke, M. (2019, September). Poster: PrOBe – Praxisphasen Orientierend Begleiten. Jahrestagung des Arbeitskreises für musikpädagogische Forschung (AMPF), Hochschule für Musik und Medien, Hannover.

Piotraschke, M. (2019, September). Musiklehrer*innenprofessionalität im Projekt PrOBe. Im Forum: Neuhaus, D. & Puffer, G. Lehrprofessionalität im Fach Musik? Einblicke in musikpädagogische Projekte in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung. Jahrestagung des Arbeitskreises für musikpädagogische Forschung (AMPF), Hochschule für Musik und Medien, Hannover.

Krämer, O. & Piotraschke, M. (2019, Mai). PrOBe – Praxisphasen Orientierend Begleiten: Eine Zwischenbilanz zum Ende der ersten Förderphase. Programmkongress LEHREN in M-V, Hochschule für Musik und Theater, Rostock.

Krämer, O. & Piotraschke, M. (2019, Mai). Emotions of Student Music Teachers Concerning School Practice. Jahreskonferenz der European Association for Music in School, Musikhochschule Malmö, Schweden.

Malmberg, I.; Nestler, E., Retzlaff-Fürst, C. & Wulff, T. (2019, Mai). Gegenstandsbezogenes Mentoring (Vortrag). Programmkongress LEHREN in M-V, Hochschule für Musik und Theater Rostock.

Malmberg, I. (2019, April). KünstlerIn oder/und LehrerIn sein? MentorInnen vermitteln zwischen der unterschiedlichen Konzeptionierung von KUNST in Hochschule und Schule (Vortrag). Tagung der Internationale Gesellschaft für schulpraktische Professionalisierung (IGSP), Pädagogische Hochschule Graz.

Piotraschke, M. & Wöller P. (2018, März). Das (hochschulische) Konzept der Mentor*innenqualifizierung und seine Umsetzung durch Mentor*innen im Schulalltag (Workshop). Tagung der Bundesfachgruppe Musikunterricht und der ArGe Schulmusik, Hochschule für Musik und Theater München.

Malmberg, I. (2018, März). Mentor*innenqualifizierung in Mecklenburg-Vorpommern (MQ_MV) mit fachdidakti­schem Fokus (Workshop). Tagung der Bundesfachgruppe Musikunterricht und der ArGe Schulmusik, Hochschule für Musik und Theater München.

Malmberg, I. (2018, März). Die besondere Situation der Mentees. Statuspassagen und Coping (Vortrag). Tagung der Bundesfachgruppe Musikunterricht und der ArGe Schulmusik, Hochschule für Musik und Theater München.

Wissenschaftliche Abschlussarbeiten und Qualifizierungsarbeiten im Projekt

Hammerich, H. (2019). Der Einfluss eigener Praxiserfahrungen im Lehramtsstudium Musik auf die Ausprägung eines subjektiv bedeutsamen Kompetenzprofils – eine quantitative und qualitative Datenanalyse im Rahmen des Praxisjahres Schule. Wissenschaftliche Abschlussarbeit im Rahmen der ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien. Hmt Rostock, Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik.

Klugmann, H. (2018). Musikalisches Selbstkonzept von Musikstudierenden. Eine qualitative Studie am Beginn schulischer Praxisphasen. Wissenschaftliche Abschlussarbeit im Rahmen der ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen. Hmt Rostock, Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik.

Förderung

Das Projekt "PrOBe – Praxisphasen Orientierend Begleiten" ist Teil des Verbundprojekts"LEHREN in M-V LEHRer*innenbildung reformierEN" ( ZLB) der vier lehrerbildenden Hochschulen​ Mecklenburg-Vorpommerns und wird im Rahmen der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert (QOL).

 

Der nachfolgende Image-Film aus dem Jahr 2019 wurde vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) produziert.