Konzertexamen

Das Studium hat den Charakter einer Meisterklasse. Kandidaten mit herausragenden Ergebnissen im bisherigen Studium erhalten eine gezielte Vorberei­tung auf ihre besondere künstlerische Laufbahn als SolistIn, KomponistIn oder DirigentIn.

Studienbewerbende für den Aufbaustudiengang Konzertexamen müssen ihr Hauptfach im Masterstudiengang mit herausragendem Ergebnis (Note 1,3 oder besser) abgeschlossen haben.

Aufgrund des besonderen Ranges dieses Studienangebotes wird die Eignungsprüfung in zwei Teilen durchgeführt.

Streichinstrumente

Von Bewerbenden wird ein Recital erwartet, das sich an den Anforderungen eines internationalen Wettbewerbs orientiert. Es werden verschiedene Stilepochen berücksichtigt. Das Programm enthält:

1. ein Solostück mit sehr hohem Schwierigkeitsgrad,

2. eine Sonate oder ein der Sonate ähnliches Stück mit Klavier und

3. ein großes Solokonzert

 Dauer: ca. 30-45 Minuten

Blasinstrumente

Von Bewerbenden wird ein Recital erwartet, das sich an den Anforderungen eines internationalen Wettbewerbs orientiert. Es werden verschiedene Stilepochen berücksichtigt. Das Programm enthält:

1. ein Solostück mit sehr hohem Schwierigkeitsgrad,

2. eine Sonate oder ein der Sonate ähnliches Stück mit Klavier und

3. ein großes Solokonzert

 Dauer: ca. 30-45 Minuten

Klavier

Der Studiengang richtet sich an herausragende Talente, welche eine internationale solistische Laufbahn anstreben. Das Anforderungsniveau der Eignungsgprüfung sollte dem eines („mittleren“) internationalen Wettbewerbes (oder vergleichsweise: Deutscher Musikwettbewerb) genügen. Der Bewerbung beizufügen ist eine detaillierte Auflistung der bisherigen künstlerischen Aktivitäten, Konzerttätigkeit (auch mit Orchester) sowie bisherige Wettbewerbserfahrungen.

Einzureichen ist ein Recital-Programm von etwa 65 bis 80 Minuten Dauer und sehr hohem pianistisch/künstlerischem Anspruch. Darin sollten ein Werk des Barocks, der Wiener Klassik, der Romantik sowie des 20. Jahrhunderts enthalten sein. Als obligatorischer Bestandteil des Programms ist eine Etüde F. Chopins (ausgenommen op. 10/3, op. 10/6, op. 25.7) im Programm vorzutragen.

Klavierduo

Der Studiengang richtet sich an herausragende Talente, welche eine internationale solistische Laufbahn anstreben. Das Anforderungsniveau der Eignungsgprüfung sollte dem eines („mittleren“) internationalen Wettbewerbes (oder vergleichsweise: Deutscher Musikwettbewerb) genügen. Der Bewerbung beizufügen ist eine detaillierte Auflistung der bisherigen künstlerischen Aktivitäten, Konzerttätigkeit (auch mit Orchester) sowie bisherige Wettbewerbserfahrungen.

Einzureichen ist ein Recital-Programm von 60-80 Minuten mit Werken unterschiedlicher Stilistiken für Klavier zu vier Händen und/oder für zwei Klaviere, worin ein Werk der Wiener Klassik einschließlich Franz Schubert und ein Werk aus der Zeit nach 1950 enthalten sein müssen.

Gesang

Die Kommission wählt aus einem Programm aus, das einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad erfüllt, auswendig (außer Oratorium) und in Originalsprache vorgetragen werden muss.

Das vorzubereitende Programm, das alle Stilepochen berücksichtigt, besteht aus:

1. einer großen Opernpartie

2. einem großen Liedzyklus

3. einer großen Oratorienpartie

4. einer großen Solopartie eines sinfonischen bzw. chorsinfonischen Werkes

5. einem frei zu wählenden Repertoire (6 Arien, 6 Lieder)

Dauer: ca. 30 Minuten

Schlagzeug

Von Bewerbenden wird ein Recital erwartet, das zeitlich die Hälfte eines Soloabends in Anspruch nehmen sollte und sich an den Anforderungen eines internationalen Wettbewerbs orientiert. Alle Instrumentalbereiche des Schlagzeugs sind zu berücksichtigen. Vorzutragen sind:

1.       Solostücke mit sehr hohem Schwierigkeitsgrad

2.       ein Konzert

Dauer: ca. 30-45 Minuten

Harfe

Von Bewerber wird ein Recital erwartet, das die Hälfte eines Soloabends in Anspruch nehmen sollte und sich an den Anforderungen eines internationalen Wettbewerbs orientiert. Alle Stilepochen sind zu berücksichtigen.

 1. ein Solostück mit sehr hohem Schwierigkeitsgrad (virtuos)

 2. eine vollständige Sonate (wettbewerbs­orientiert)

 3. ein virtuoses Harfenkonzert mit Klavierbegleitung

Gitarre

Aus einem vorgeschlagenen repräsentativen Konzertprogramm freier Wahl von 90 Minuten Dauer werden ca. 20 Minuten geprüft. Die Eignungs­prüfungskommission wählt die vorzutragenden Stücke unmittelbar vor der Prüfung aus. Hinzu kommt ein Gespräch. Der Schwierigkeitsgrad des Programms sollte sich an den Anforderungen eines internationalen Wettbewerbs orientieren.

Folgende Stilepochen sind zu berücksichtigen: Renaissance/ Barock, Klassik/ Romantik, spanische/ südamerikanische Musik, Neue Musik

Komposition (Großes Kompositionsexamen)

Studienbewerbende für das Große Kompositionsexamen müssen

1. zusammen mit der Anmeldung zur Eignungsprüfung

a) drei eigene Kompositionen vorlegen:

ein Werk für ein Solo-Instrument, ein Orchesterwerk, eine Vokalkomposition

(Die Prüfungskommis­sion kann auf Grund­lage der einge­reichten Kompositionen über die Nichteignung entscheiden)

b) ein Werkverzeichnis und ein Aufführungs­verzeichnis einreichen

c) einen Tonträger mit mindestens 5 einge­spielten Werken einsenden

2.  in einer 30-minütigen mündlichen Prüfung zu eigenen Kompositionen in Form eines ca. 15-minütigen, zusammen­hängenden, frei gehaltenen Vortrags Stellung nehmen, der auch Fragestellungen der aktuellen Entwicklung der Neuen Musik mit einbezieht,

auf Fragen der Prüfungskommission antworten und kompositorische Prozesse anhand vorgelegter Partituren aus unterschiedlichen Epochen erläutern.


Bitte beachten:

Sprachkenntnisse

Ausländische Studienbewerbende, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, müssen ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen. Für das Große Konzertexamen ist die Niveaustufe C1 gemäß dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen zu belegen.