Rostocker Hochschulschriften zu Musik und Theater
zum Buch Rechtsextrem kontextualisierte Musik im Unterricht bei BRILL
Rechtsextrem kontextualisierte Musik im Unterricht. Musikwissenschaftliche Grundlagen – schulische Rahmenbedingungen – musikpädagogische Strategien. Eine qualitative Inhaltsanalyse
Rostocker Hochschulschriften zu Musik und Theater, Band 4
Helen Hammerich
Paderborn: BRILL 2026. ISBN: 978-3-7705-7082-9.
Die musikpädagogische Beschäftigung mit dem Themenfeld Rechtsextremismus und rechtsextrem kontextualisierter Musik ist seit den 1990er-Jahren stark ausgeprägt und wird in dieser Studie mit Blick auf vorgeschlagene pädagogische Strategien untersucht. Auf theoretischer Ebene werden dabei drei wesentliche Kontexte unterschieden: eine öffentlichkeitswirksame Verwendung von Musik mit entsprechender Symbolik, der Einsatz von Musik im rechtsextremen pädagogischen Umfeld und die private Nutzung von Musik durch Menschen mit rechtsextremen Einstellungen. Für die Beschäftigung in Musikunterricht und Musikpädagogik zentral ist sodann die ausführliche Legitimation des Themenfeldes. Anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse werden in der Studie einzelne Strategien herausgearbeitet, die in musikpädagogischen Fachpublikationen der letzten Jahrzehnte Erwähnung finden. Das Gesamtangebot an Strategien bietet Lehrpersonen viele Möglichkeiten, einen eigenen Umgang mit dem Thema zu finden.
zum Buch Visual Music bei BRILL
Visual Music von Oskar Fischinger und Stephen Malinowski
Rostocker Hochschulschriften zu Musik und Theater, Band 3
Gabriele Groll
Paderborn: BRILL 2026. ISBN: 978-3-7705-6934-2.
Die Musik wurde nicht erst seit dem Einsatz digitaler Medien als audiovisuelle Kunstform gedacht: Das Genre der Visual Music hat im abstrakten Film der 1920er und 30er Jahre einen zentralen künstlerischen Ausgangspunkt und existiert in Form von digitaler Videokunst bis in die Gegenwart. Im Fokus dieses Buches steht die Visualisierung von Musik in den abstrakten Filmen des Avantgarde-Filmemachers Oskar Fischinger in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und in den Animated Graphical Scores des Gegenwartskünstlers Stephen Malinowski. Besonders die Werke von Fischinger, aber auch diejenigen von Malinowski stehen für Weichenstellungen ein, von denen ausgehend die Geschichte der Visual Music neue Wege ging – einmal in analoger, einmal in digitaler Richtung. Untersucht wird aus musik-wissenschaftlicher Perspektive, ergänzt durch interdisziplinäre Forschungsansätze aus der Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft, inwiefern sich ästhetische Konzepte von Visual Music in ihrer Verbindung von Musik und bewegtem Bild bis heute entwickelt haben.
zum Buch Historical Resonances bei BRILL
Historical Resonances. Space, Senses and Early Music
Rostocker Hochschulschriften zu Musik und Theater, Band 2
Herausgeber:innen: Eva Esteve Roldán, John Griffiths und Francisco José Rodilla León
Paderborn: BRILL 2024. ISBN: 978-3-7705-6913-7.
By combining an evocative potential with practical application, this book presents studies that contribute to two of the most innovative approaches to early music in recent academic trends, namely, the exploration of the physical environment in which recovered repertoires were once performed, and how they may have been perceived by those who heard them. Current interest in the spatial context is not limited to identifying the specific places where musical performance took place, but extends to their topography, their acoustic conditions, and the sensory experience of the spectators for whom they were designed. The development and interconnection of these spatial, acoustic and sensory aspects is the main focus of the present volume. The rapid evolution and expansion of digital technologies in this field has helped to promote new explorations which, with increasing frequency, are presented in digital format and are able to become a modern-day auditory experience accessible to the general public.
zum Buch the time is out of joint bei BRILL
the time is out of joint – Transkomposition und Anachronismus im Werk von Johannes Schöllhorn (Kopie 1)
Rostocker Hochschulschriften zu Musik und Theater, Band 1
Benjamin Lang
Paderborn: BRILL 2024. ISBN: 978-3-8467-6839-6.
Im Rahmen dieser musikanalytischen Annäherung an die Transkompositionen des deutschen Komponisten Johannes Schöllhorn wird offengelegt, wie er die ursprüngliche Tonsatzstruktur der historischen Vorlagen mittels Bearbeitungs- bzw. Instrumentationstechniken erweitert und in eine zeitgenössische Klangwelt überführt. Im Zentrum der vorliegenden Musikanalysen stehen die Werke Anamorphoses (2001–04) und Dias, koloriert (2010), denen J. S. Bachs Die Kunst der Fuge zugrunde liegt, zudem das Klavierkonzert clouds and sky (2010), eine Bearbeitung von Gabriel Faurés Nocturne op. 107 Nr. 12, und «va» d’après Jules Massenet - Expressions lyriques (2016). In diesen Kompositionen verdeutlicht sich die Verschmelzung von historischer Vorlage und zeitgenössischem Komponieren zur Transkomposition. Dabei nähert sich Schöllhorn den Werken der Vergangenheit nicht mit dem Versuch einer musikhistorisch adäquaten Betrachtungsweise, sondern er sucht in diesen nach kompositorischen Potenzialen für die Gegenwart.
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