Programmheft aktuell

Sommertheater | täglich 17.-21.07.2024 | jeweils 21 Uhr | und 21.07.2024 um 16 Uhr | Innenhof

"Sommergäste" von Maxim Gorki

Programmzettel

Mit den Schauspielstudierenden des 5. Semesters:

Sergej Wassiljewitsch Bassow, Anwalt | Tamino Bösche
Warwara Michajlowna, seine Frau | Marie-Luise Kuntze
Kaleria, Bassows Schwester | Leo Kohlberger
Wlas, Warwaras Bruder | Pepe Roepnack
Pjotr Iwanowitsch Suslow, Ingenieur | Don Duncan Adams 
Julia Filippowna, Suslows Frau | Franziska Wachs
Olga Alexejewna, Warwaras Freundin | Franziska Wachs
Jakow Petrowitsch Schalimow, Schriftsteller | Hendrik Andelfinger
Pawel Sergejewitsch Rjumin, Jugendfreund Warwaras | Felix Hürbe
Marja Lwowna, Ärztin | Lina Sternemann
Semjon Semjonowitsch Dwojetotschije, Suslows Onkel | Tilla Danaylow
Nikolai Petrowitsch Samyslow, Gehilfe Bassows | Hendrik Andelfinger
Maxim | Felix Hürbe
Jemeljan Piljaj | Tilla Danaylow

Regie: Moritz Rux
Bühne: Merve Kaplan
Kostüme: Nicole Ungefug
Regieassistenz & Inspizienz: Hannah Holz

Licht: Jonas Rahn, Julius Schmidtbauer, Oke Melinski
Technische Leitung: Roland Dudszus
Bühnenmeister: Christoph Evert
Beleuchtungsmeister: Erik Wenndorf
Bühnentechnik & Lichttechnik: Oke Melinski, Moritz Gieseler, Julius Schmidtbauer, Mario Giese

Aufführungsdauer: ca. 2 Stunden, keine Pause
Übersetzung: Helene Imendörffer, Aufführungsrechte: Ralf Steyer Verlag, München
Textauszüge aus Maxim Gorkis Novelle „Jemeljan Piljaj“

Zum Stück

Vom Himmel brennt die Sonne. Die Gemüter sind erhitzt. Während die Ordnung einer alten Welt dahin schmilzt, sucht eine Gesellschaft privilegierter Städter*innen Abkühlung und Zerstreuung in ländlicher Sommerfrische. Doch durch die Datsche des Anwalts Bassow und seiner Frau Warwara Michajlowna schwirren Mücken, Sinnkrisen und Sehnsüchte: Es wird viel geredet, geliebt und getrunken – meist über die eigenen Probleme, kaum gegenseitig, bevorzugt Hochprozentiges. Die Ahnung der eigenen Zukunftslosigkeit liegt in der Luft. Mit jeder Begegnung, jedem Streit und jeder Selbstenthüllung wird klarer: Wer ein Leben in Verantwortung fürs große Ganze führen möchte, muss sich verabschieden: Raus aus der Bubble!

Maxim Gorkis Schauspiel, 1904 in St. Petersburg uraufgeführt, scheint der Wirklichkeit abgelauscht. Es zeichnet ein Gruppenportrait der russischen Intelligenzija an einem historischen Wendepunkt. Ohne dass der Autor und seine Figuren davon wissen können, spielt „Sommergäste“ am Vorabend der russischen Revolution von 1905. Mehrere Systeme, Umbrüche und Kriege später inszeniert Moritz Rux mit den Studierenden des dritten Studienjahrs den Text aus historischer Distanz als Sehhilfe für unsere Gegenwart.
© Jutta Wangemann

Moritz Rux, geboren 1996 in Düsseldorf, wuchs in Schwerin auf. Nach dem Abitur studierte er Theaterpädagogik an der HfBK Braunschweig und assistierte zwei Jahre am Schauspiel Magdeburg, wo er seine erste Regiearbeit realisierte. Nach freien Assistenzen, unter anderem am Berliner Ensemble bei Frank Castorf, studierte er Regie an der Theaterakademie Hamburg. 2023 zeigte er am Deutschen Schauspielhaus Hamburg seine Abschlussinszenierung „Ein ruhiges Leben“ nach Marguerite Duras. Moritz Rux ist Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Mit freundlicher Unterstützung der OstseeSparkasse Rostock


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