Prof. i. R. Dr. Thomas Kabisch

Prof. Dr. Thomas Kabisch war von 1992 bis 2019 Professor für Musikwissenschaft an der Musikhochschule Trossingen, zuvor Lehrer für Klavier und Musiktheorie und stellvertretender Schulleiter einer Jugendmusikschule sowie Lehrbeauftragter an Hochschulen und Universitäten in Stuttgart, Mainz, Würzburg, Frankfurt/Main. Er studierte an der TU Berlin bei Carl Dahlhaus und verbrachte nach der Promotion ein Jahr als Forschungs-Stipendiat der DFG in Paris. 2001 bis 2004 war er Mitglied der Jury des Stuttgarter Kompositionspreises, von 2009 bis 2012 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Gesellschaft für Musikgeschichte in Baden-Württemberg.

Ausgewählte Publikationen zur Klaviermusik: 

  • Chopins Klaviermusik, München 2021;
  • Liszt und Schubert, München-Salzburg 1984;
  • Klanggestaltung und Zeitdisposition bei Alfred Cortot, oder: Der Pianist bei der Lektüre der Partitur, in: Der Grad der Bewegung. Tempovorstellungen und Tempokonzepte in Komposition und Interpretation 1900 – 1950 (ed. J.-J. Dünki u.a.), Bern 1998;
  • Cortots Chopin mit Tovey und Czerny, oder: Wann entsteht beim Etüdenspielen Musik? in: Musiktheorie 19, 2004, Heft 2;
  • Mendelssohns Virtuosität. Anmerkungen zu den „Liedern ohne Worte“, in: Musikforschung 62 (2009), H. 4.
  • Czerny lesen, in: Im Schatten des Kunstwerks II. Theorie und Interpretation des musikalischen Kunstwerks im 19. Jahrhundert (ed. D. Torkewitz), Wien 2014, S. 47-106;
  • Das Instrumentalkonzert als funktionale Form. Zur Dialektik des Solo-Konzerts bei Schumann und Liszt, in: Schumann interpretieren (ed. J.-J. Dünki), Sinzig 2014, S. 201-254;
  • Faurés Klaviersatz, in: Gabriel Fauré. Werk und Rezeption (ed. P. Jost), Kassel 1996, S. 83-88;
  • Dialektisches Komponieren - dialektisches Hören. Zu Helmut Lachenmanns Klavierkompositionen, in: MusikTexte 38, 1991;

Editionen Klaviermusik:

  • August Halm „Klavierübung“ (ortus Verlag 2019, gemeinsam mit Martin Widmaier und Linde Großmann);
  • Debussy, Préludes I und II (Bärenreiter 2014/2021)