Meeresschutz durch Musik, Theater und Bewegung erleben
Rostocker Hochschule beteiligt sich an Projekt der ecolea.
Wie lassen sich Meeresschutzthemen so vermitteln, dass junge Menschen sie nicht nur verstehen, sondern emotional erleben, kreativ gestalten und pädagogisch weiterdenken können? Dieser Frage widmet sich ein besonderes internationales Projekt an der beruflichen Schule „ecolea“ in Warnemünde.
Vom 26. bis 28. Mai 2026 arbeiten Expertinnen und Experten aus Zypern, Lehrende der Hochschule für Musik und Theater Rostock sowie der Universität Rostock, Lehramtsstudierende und angehende Sozialassistenten der ecolea gemeinsam an kreativen Zugängen zu marinen Umweltfragen. Anhand einer szenischmusikalischen
Geschichte rund um diese Tierart werden Themen wie Meeresverschmutzung, ökologische Empathie und „Marine Identity“ aufgegriffen und durch künstlerische Methoden erfahrbar gemacht.
Der offizielle Projekttitel lautet: „The Arts as a Creative Pathway for Cultivating Ecological Empathy and Marine Identity – The Case of the Mediterranean Monk Seal Monachus monachus“.
Beteiligt sind unter anderem Christina Charalambidou von der European University Cyprus, Rebecca Katsaris vom Enalia Physis Environmental Research Centre Cyprus sowie die Theaterpädagogin Marina Katsaris. Aus Rostock begleiten Prof. Dr. Oliver Krämer von der Hochschule für Musik und Theater Rostock und Prof. Dr. Carolin Retzlaff-Fürst von der Universität Rostock das Projekt gemeinsam mit Lehramtsstudierenden.
„Für unsere Schülerinnen und Schüler ist dieses Projekt eine besondere Gelegenheit, internationale Perspektiven, künstlerische Ausdrucksformen und pädagogische Praxis miteinander zu verbinden“, sagt Marten Pankow, begleitender Lehrer des Projektmoduls an der ecolea. „Sie erleben Methoden aus Musik, Theater und Bewegung nicht nur selbst, sondern entwickeln daraus eigene Ideen für die Arbeit mit Kindern weiter.“
Im Anschluss an die internationale Projektphase übertragen die Schüler die gewonnenen Ansätze im Rahmen ihres Methodik-Projektmoduls auf die Ostsee – naheliegend für eine Schule direkt am Meer. Geplant ist, das Projekt für eine Rostocker Kindergartengruppe altersgerecht zu adaptieren und entweder praktisch durchzuführen oder als pädagogisches Konzept auszuarbeiten.
Ein besonderer Programmpunkt ist zudem der gemeinsame Besuch der Robbenstation
Warnemünde. Dort sollen die Teilnehmenden Impulse dafür gewinnen, wie sich die im Projekt erarbeiteten Inhalte von der Mittelmeer-Mönchsrobbe auf regionale Meeresschutzthemen an der Ostsee übertragen lassen.
Das Projekt ist offiziell lizenziert durch den European Maritime Day 2026 sowie die UN-Dekade der Meeresforschung für nachhaltige Entwicklung.









