Vertr.-Prof. Robert Oberaigner
Robert Oberaigner wurde am 14. November 1980 in Hall, Tirol (Österreich) geboren. Seine musikalische Ausbildung begann er am Tiroler Landeskonservatorium, bevor er 1996 sein Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in der Konzertfachklasse von Prof. Horst Hajek und Johann Hindler aufnahm. Von 2005 bis 2008 setzte er seine Studien bei Prof. Sabine Meyer an der Musikhochschule Lübeck fort und erhielt dort wichtige künstlerische Impulse. Ergänzend widmete er sich der Alten Musik am Königlichen Konservatorium in Den Haag bei Eric Hoeprich.
Bereits in jungen Jahren machte sich Robert Oberaigner als Preisträger zahlreicher Wettbewerbe einen Namen. So gewann er den ersten Preis beim Wettbewerb „Prima la musica” sowohl als Solist als auch als Kammermusiker. Zudem wurde ihm der „Musica Juventutis”-Preis der Wiener Konzerthausgesellschaft verliehen, der ihm im Alter von 19 Jahren sein Debüt im Wiener Konzerthaus ermöglichte.
Von 2003 bis 2012 war Robert Oberaigner Solo-Klarinettist des Gürzenich-Orchesters Köln, wo er als Solist unter anderem Mozarts „Klarinettenkonzert” und Richard Strauss’ „Duett-Concertino” interpretierte. Seit 2013 ist er Solo-Klarinettist der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann. In dieser Position konzertierte er als Solist mit Dirigenten wie Antonio Méndez, Petr Popelka, Dmitri Jurowski und Ton Koopman, unter anderem mit Werken von Copland, Mozart, Hartmann und Fontanelli.
Als Initiator der Konzertreihe „kapelle 21" engagiert sich Robert Oberaigner intensiv für zeitgenössische Musik. In diesem Rahmen arbeitete er mit bedeutenden Komponistinnen und Komponisten wie Sofia Gubaidulina, Aribert Reimann, Arvo Pärt und Péter Eötvös zusammen.
Auch im Bereich der historischen Aufführungspraxis ist Oberaigner vielseitig tätig. Er musiziert regelmäßig mit Ensembles wie „Les Musiciens du Louvre”, „der Capella Coloniensis”, dem Dresdner Festspielorchester und Concerto Köln. Darüber hinaus ist er Mitglied des Ensembles „Past Forward" und spielt regelmäßig mit dem Mahler Academy Orchestra unter Philipp von Steinaecker, das sich der historisch informierten Aufführung der Symphonien Gustav Mahlers widmet. Seine umfangreiche Sammlung historischer Klarinetten umfasst über 50 Instrumente und dokumentiert sein tiefes Interesse an der Entwicklung seines Instruments.
Seine Konzerttätigkeit führte Robert Oberaigner in renommierte Säle wie das Concertgebouw Amsterdam, den Wiener Musikverein, das Mozarteum Salzburg, die Elbphilharmonie Hamburg und das Rudolfinum Prag. Er trat dabei mit namhaften Künstlerinnen und Künstlern wie Christian Gerhaher, Nils Mönkemeyer und Sol Gabetta auf und gastierte regelmäßig bei führenden Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, dem Bayerischen Staatsorchester, dem Gewandhausorchester Leipzig, der Camerata Salzburg und dem NDR Elbphilharmonie Orchester.
Seit 2016 steht Robert Oberaigner in einem Exklusivvertrag mit dem Label MDG. Zu seinen Einspielungen zählen unter anderem Werke von Max Reger und Johannes Brahms. 2019 erschien zudem die Ersteinspielung des Gesamtwerks für Klarinette von Mieczysław Weinberg in Zusammenarbeit mit Mikhail Jurowski beim Label Naxos.
Im Jahr 2024 wurde Robert Oberaigner zum Professor am Tiroler Landeskonservatorium sowie am Mozarteum Salzburg (Innsbruck) berufen. Seit April 2026 hat er eine Vertretungsprofessur für Klarinette an der Hochschule für Musik und Theater Rostock inne.
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