Martina Rüping

Die aus Deutschland stammende Sopranistin ist erste Preisträgerin bei mehreren internationalen Gesangswettbewerben, beispielsweise dem Internationalen Koloraturgesangswettbewerb in Stuttgart. Ebenso ist sie erste Preisträgerin des Deutschen Musikrates.

Martina Rüping unterrichtet das künstlerische Hauptfach Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock. Ihre Gesangsklasse wurde mit dem Carte Blanche Preis 2018 ausgezeichnet.

Sie ist Jury-Mitglied des Internationalen Lied-Gesangswettbewerbes „Three centuries of classical romance“ in St. Petersburg und gibt regelmäßig internationale Meisterkurse, u.a. für die Studierenden des Konservatoriums „N.A. Rimski-Korsakow" in St. Petersburg.

Durch ihre zahllosen Engagements auf den Bühnen großer nationaler und internationaler Opern- und Konzerthäuser kennt sie die Bedürfnisse professioneller Sänger sehr genau. Klassische Gesangstechniken kombiniert sie mit der Lichtenberger Methodik, Bühnenerfahrung mit Stimmphysiologie. Dabei legt sie besonderen Wert darauf den individuellen Stimmcharakter ihrer Schüler herauszuarbeiten und zu stärken.

Martina Rüping gilt im internationalen Raum als gefeierte Händel-, Mozart- und Richard Strauss-Interpretin. So sang sie beispielsweise an den Staatsopern München, Berlin und Stuttgart, in Paris, Rom, Helsinki, Tokio, Hongkong, der Los Angeles Opera, im Teatro alla Scala in Milano Partien wie Zerbinetta, Königin der Nacht, Gilda, Blonde, Susanna, Ännchen (Freischütz), Sophie (Rosenkavalier) u.a.

Neun Jahre infolge war sie Mitglied des Solistenensembles der Bayreuther Festspiele. Sie arbeitet mit Dirigenten wie Pierre Boulez, Kent Nagano, Marek Janowski, Peter Schneider, Edo de Waart, Daniele Gatti u.a. zusammen.

Im Konzertbereich brilliert die deutsche Sopranistin in den bedeutendsten europäischen Konzerthäusern, beispielsweise sang sie als Sopransolistin in "Carmina Burana" unter Riccardo Muti im Teatro alla Scala Milano oder in der "Schöpfung" von Joseph Haydn unter Philippe Herreweghe im Concertgebouw Amsterdam. Weitere künstlerische Stationen waren u.a. Konzerthäuser in Paris, Rom, Tokyo, Los Angeles, Barcelona, München, Stuttgart oder Berlin.

Martina Rüping ist regelmäßig Gast bei verschiedenen Rundfunk- und Fernsehsendern, wo sie an zahlreichen Aufzeichnungen und Live-Übertragungen mitwirkt. Im Concertgebouw Amsterdam entstanden für Radio 4 Niederlande z. B. die TV-Produktion der Oper "Flammen"von Erwin Schulhoff unter Edo de Waart oder der Richard Strauss Oper "Des Esels Schatten"unter Otto Tausk und Johann Sebastian Bachs "Johannespassion"mit dem Rotterdam Filharmonisch Orkest unter Jan Willem de Vriend. Für Radio France sang sie in Paris das 1. Blumenmädchen in Wagners "Parsifal". Für Deutschlandradio sang sie die weibliche Hauptrolle in Dvoráks Oratorium "Die Geisterbraut".

Weiter wirkte Martina Rüping an zahlreichen CD Produktionen mit, so u.a. "Der Zwerg"(EMI), "Die Gezeichneten"(DECCA), "Das Christelflein"(BR), "Parsifal" (Challenge Records) und "Das Christelflein"(JPC) mit. 2016 erschien bei JPC die Ersteinspielung der Operette "Die Polnische Hochzeit"unter Leitung von Ulf Schirmer und dem Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks mit Martina Rüping in der weiblichen Hauptrolle.

Der Liedgesang spielt im künstlerischen Schaffen der Sängerin eine bedeutende Rolle. Ihr Programm "Das schönste Mädchen Wiens" mit Liedern von Alma Mahler, mit dem sie beim Gergiev-Festival Rotterdam und in Bayreuth gastierte, wurde beim Festival Classique in Den Haag live auf Radio 4 Niederlande übertragen.


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