Forschung

Forschung gehört für die Hochschule für Musik und Theater Rostock mit zu den wichtigen Aufgaben. Die Forschungsschwerpunkte des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik liegen in den Bereichen Historische Musikwissenschaft, Ethnomusikologie und Musikpädagogik. Im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs "Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs" in Kooperation mit Universität Rostock werden interdisziplinäre Forschungsthemen bearbeitet. Regelmäßig und vielfältig sind die Forschenden der hmt als Sachverständiger für nationale und internationale Forschungsorganisationen sowie als Gastreferierende und -dozierende an auswärtigen Hochschulen und auf Kongressen gefragt.

Publikationen
  • Paetzold, Melina, 2019: Ingolf Dahl - Biografie eines musikalischen Wanderers, herausgegeben vom Zentrum für Verfemte Musik der Hochschule für Musik und Theater Rostock, MKH Medien Kontor Hamburg 2019
  • Gruber, Gerold (Hrsg.), 2017: Music - Lost & Found. Bedeutet 1945 auch das Ende der Multistilistik in der Komposition?, Beiträge des Symposiums Schwerin, Schwerin 1.-4. Oktober 2015, Wien: Verlag Der Apfel
  • Hochschulrektorenkonferenz (Hrsg.): Musikalische Hochbegabtenförderung in Deutschland, Bonn 2017. Dokumentation der Tagung „Konzertiert fördern. Kontexte und Strukturen musikalischer Hochbegabungsförderung“ im Oktober 2013 in Rostock. Zur Publikation
  • Maas, Georg/Mainz, Ines (Hrsg.), 2017: Dreiklang Sek II. Musikbuch für den Unterricht in der Oberstufe, Berlin: Cornelsen-Verlag. Schulbuch für den Musikunterricht in der Oberstufe. Mitwirkung von: Katja Brunsmann, Bernd Fröde, Jan-Peter Koch und Oliver Krämer.
  • Krämer, Oliver/Malmberg, Isolde (Hrsg.), 2016: Open Ears - Open Minds. Listening and Understanding Music, Innsbruck/Esslingen: Helbling-Verlag. Eine Dokumentation der Beiträge des 23. Kongresses der "European Association for Music in Schools (EAS)" im März 2015 an der hmt Rostock
  • Barbara Alge (Hrsg.), Kunstmusik - Kolonialismus - Lateinamerika, Essen 2017, 182 Seiten, zahlr. Farbfotos, mit DVD, 28,00 € [D], ISBN 978-3-89924-401-4, Beschreibung des Buches
  • Gruber, Gerold (Hrsg.), 2015, ...und werde in allen Lexika als "British"...ausgeführt...Beiträge des Symposiums über "Continental Britons", Schwerin, 27.-29. September 2012, Bockel Verlag Neumünster 2015
  • Alge, Barbara (Hrsg.), 2013, Transatlantic Musical Flows in the Lusophone World, the world of music (new series) 2.2
  • Alge, Barbara & Krämer, Oliver (Hrsg.). 2013. Beyond Borders: Welt- Musik- Pädagogik. Musikpädagogik und Ethnomusikologie im Diskurs. Augsburg: Wissner.
    Musikpädagogik und Ethnomusikologie arbeiten nicht nur mit ähnlichen Begriffen, sondern sind auch aufeinander angewiesen, was Erkenntnisse, Forschungsmethoden und Vermittlungsfragen anbelangt. Der vorliegende Band beruht auf der Einsicht in die Notwendigkeit eines engeren Austauschs zwischen beiden Wissenschaften. Die einzelnen Beiträge widmen sich den Grundbedingungen von Hören und Verstehen angesichts musikalischer Vielfalt und sich wandelnder kultureller Kontexte, dem Spannungsverhältnis zwischen Identität und Diversität bei der Suche nach Eigenem und gleichzeitiger Offenheit gegenüber Anderem, der Frage nach Authentizität und Adaption in einer immer stärker vernetzten Welt, der Reflexion der eigenen beruflichen Rolle zwischen Involviertheit und Distanz und der Einsicht in Geschichtlichkeit und Globalisierung als mögliche Bestimmungsmerkmale eines zukunftsfähigen Bildungsbegriffs. 
  • Marion Küster (Hg.): Theater mit mir?! "Der geschützte Raum". Eine Konferenzdokumentation, Schibri-Verlag 2011
  • Gaul, Magnus & Lang, Simone (Hrsg.) (2012): Voice Coaching. Zum richtigen Umgang mit der Stimme im Lehrberuf. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.
    Im Berufsalltag ist für Lehrer die Sprech-, bisweilen auch die Singstimme das Instrument, das dauerhaft belastet und daher stark anfällig ist. Das vorliegende Buch liefert einen Überblick über Hintergründe aus der Medizin,Forschung und Unterrichtspraxis und macht praktische Vorschläge, wie Stimmbelastungen und drohenden Stimmschäden vorgebeugt werden kann. Es richtet sich nicht nur an Lehrerinnen und Lehrer aller Fächer, an Lehramtsstudenten und Referendare,sondern an all diejenigen, die in ihrem Beruf stimmlich stark gefordert sind. Ihnen werden Hilfen an die Hand gegeben, um die körpereigenen stimmlichen Ressourcen gezielt einzusetzen und auf diese Weise die individuellen Voraussetzungen zur Berufsausübung dauerhaft zu erhalten.
    Die Publikation ist in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater Rostock und des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Rostock entstanden, umfasst 310 Seiten. Preis: 19.80 €
  • Petrat, Nicolai: Glückliche Schüler musizieren besser! Neurodidaktische Perspektiven und Wege zum Musikmachen. Forum Musikpädagogik Band 121, Augsburger Schriften. Augsburg, Wißner-Verlag, 2014. ISBN 978-3-89639-934-2, 29,80 €.
    Musik bewegt uns, erzeugt Emotionen. Häufig empfinden wir Glücksgefühle, wenn wir Musik hören oder auch selber auf einem Instrument spielen. Wodurch aber wird die besondere musikalische Qualität erreicht, die uns beim musikalischen Vortrag innerlich so bewegt? Für Nicolai Petrat liegt der Schlüssel in einer glücklichen Verfassung von Musizierenden.
    Nach heutigen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen steht fest: Glückshormone haben Einfluss auf die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns. Der Autor zeigt in diesem Buch, dass eine glückliche Grundstimmung dazu beiträgt, die musikalischen Fähigkeiten auf dem Instrument besser zur Geltung kommen zu lassen: Schüler können ihr mitgebrachtes Potenzial besser nutzen, ihre Musik noch intensiver und lebendiger auf ihren Instrumenten ausdrücken. Sie bekommen sogar mehr Spaß am Musizieren. Dabei spielt es grundsätzlich keine Rolle, auf welchem Niveau musiziert wird. Eine glückliche Grundhaltung wirkt sich auf jede Art musikalischen Lernens und Ausdrückens mit einem Musikinstrument aus. 
  • Fox-Gál, Eva und Anthony Fox: Hans Gál. Ein Jahrhundert Musik / Hrsg. von Gerold Gruber – Berlin: Hentrich & Hentrich, 2012. – 88 S.: Abb. (Jüdische Miniaturen; 131), ISBN 978-3-942271-77-6 : € 8,90 (kt.)
    Der Komponist und Musikwissenschaftler Hans Gál (1890-1987) wurde am 5. August 1890 in Brunn am Gebirge nahe Wien geboren. Von Dezember 1929 bis März 1933 war er Direktor der Musikhochschule in Mainz. Nach der Machtübernahme Hitlers verlor er diesen Posten. Mit seiner Familie entfloh er dem Terror nach England und wurde dort zusammen mit anderen Flüchtlingen als "enemy alien" interniert. Nach seiner Freilassung ließ er sich in Edinburgh nieder und war bis ins hohe Alter aktiv. Seine Werke wurden vor dem Zweiten Weltkrieg häufig aufgeführt, insbesondere seine Opern waren an zahlreichen Opernhäusern in Deutschland jahrelang präsent. Nach 1945 wurde Hans Gál in weiten Teilen Europas vergessen. Erst in letzter Zeit beginnt man sich wieder mit seinen Werken zu beschäftigen. Das Buch ist eine Koproduktion der hmt und exil.arte Wien.
  • Klaus Bertisch: Leo Smit. Unerhörtes Talent /Hrsg. von Hermann Simon  – Berlin: Hentrich & Hentrich, 2014. - 101 S.: Abb. (Jüdische Miniaturen ; 156) ISBN 978-3-95565-070-4 :  € 8,90 (kt.)
    Leo Smit (1900-1943) studierte Klavier und Komposition am Amsterdamer Konservatorium. Wie viele niederländische Komponisten seiner Zeit war er von der neuen französischen Musik fasziniert und ging 1927 nach Paris, wo er neun Jahre lebte und von Komponisten wie Milhaud, Ravel und Strawinsky inspiriert wurde. Das Concertgebouw Orchester spielte mehrere seiner Stücke, dirigiert von Eduard van Beinum und Pierre Monteux. Smit komponierte im neoklassischen Stil, deutlich beeinflusst von der neuen Musik. Viele seiner Werke enthalten Anleihen aus dem Jazz. Seine Kompositionen sind insgesamt warm und melodiös, klassisch in der Form und kühn in den Harmonien. Ende April 1943, zwei Monate nach Vollendung seiner wunderbaren Sonate für Flöte und Klavier, wurde Smit ins Konzentrationslager Sobibor deportiert und sofort ermordet.
Kings, Gold and Nazaré: Sounding Portugueseness in Southeast Brazil

Habilitationsschrift von Jun.-Prof. Dr. Barbara Alge.

This is a book about music and Portuguese legacy in the Brazilian state of Minas Gerais and an inquiry into the different dimensions of this legacy, from colonial history, to practices of popular Catholicism, festivals, and music, up to social constructions of Portugueseness, which make use of the past for contemporary concerns. 

"'Kunstmusik'-Kolonialismus-Lateinamerika" - Ringvorlesung SS 2015

Die Ergebnisse der Ringvorlesung, Workshops und Konzerte aus dem Sommersemester 2015 (Koordination: Jun.-Prof. Dr. Barbara Alge) erschienen in folgender Publikation:

Rostocker Schriften zur Musikwissenschaft und Musikpädagogik/Band 4
Barbara Alge (Hrsg.), Kunstmusik - Kolonialismus - Lateinamerika, Essen 2017, 182 Seiten, zahlr. Farbfotos, mit DVD, 28,00 € [D], ISBN 978-3-89924-401-4
Beschreibung des Buches

Herbst-Campus: Praxisorientiertes Forschungsprojekt zur Theater- und Spielpädagogik

Der Austausch von Methoden, Erfahrungen und Perspektiven der Theaterpädagogik durch nationale und internationale Studierende und Lehrende dieses Faches aus Europa stand im Mittelpunkt des Herbst-Campus', der vom 18. bis 21. Oktober 2012 an der Hochschule für Musik und Theater Rostock stattfand.

Der Arbeitstitel des praxisorientierten Forschungsprojekts lautete: "Taking the Center Stage/Staging Myself" (Im Zentrum der Aufmerksamkeit).
Entwickelt wurden u.a. spiel- und performative Einheiten zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verschiedener Altersstufen an verschiedenen Schultypen. Ein weiteres Ziel war es, die einzelnen Ausbildungen im Bereich der Theaterpädagogik national und international zu vergleichen.

Die Arbeitsergebnisse des Herbst-Campus' wurden praktisch an Pariser Grundschulen durchgeführt und auf dem Weltkongress der Organisation IDEA in Paris im Juli 2013 beim Forschungstag vorgestellt.

Hierzu kooperierten fünf europäische Hochschulen mit dem Schwerpunkt der Theater- und Spielpädagogik sowie Forschung und Bildung:
- Hochschule für Musik und Theater Rostock
- Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
- Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
- Universität Trondheim
- Elected Officer der IDEA und Direktor des Belgien-Projekts Mr. Jean-Henri Dreze.

Projektleiterin:

Prof. Marion Küster
marion.kuesterhmt-rostockde
Hochschule für Musik und Theater Rostock
Institut für Schauspiel/Leiterin FB Theaterpädagogik
Beim St.-Katharinenstift 8 | 18055 Rostock

Das Projekt würde unterstützt von:
Deutsch-Französisches Jugendwerk
Deutsches Akademisches Auslandsamt

Rostocker Liederbuch

Das „Rostocker Liederbuch“, das in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts im Umkreis einer norddeutschen Universität entstanden ist, gibt mit seinen über 30 Melodien einen Einblick in die studentische und städtische Musikpraxis des späten Mittelalters. Unter der Leitung von u.a. Prof. Dr. Franz-Josef Holznagel von der Universität Rostock und Prof. Dr. Hartmut Möller von der hmt Rostock wurde dazu seit 2006 geforscht. Eine CD zu diesem Projekt ist derzeit in Vorbereitung. In Abständen werden Ausschnitte aus dem Repertoire vorgestellt, z.B. am Donnerstag, 14. November 2013, um 20 Uhr im Orgelsaal der hmt Rostock. Auf diese Weise wird die studentische Lyriksammlung des späten Mittelalters nach über 500 Jahren wieder zum Klingen gebracht.

Rostocker Liederbuch

Rostocker Schriften zur Musikwissenschaft und Musikpädagogik

Rostocker Schriften zur Musikwissenschaft und Musikpädagogik, hrsg. von Magnus Gaul, Oliver Krämer und Hartmut Möller, Essen: Verlag die Blaue Eule

Bd. 1: Hartmut Möller, Martin Schröder (Hrsg.), Musik | Kultur | Wissenschaft, Essen 2011, ISBN 978-3-89924-307-9

Bd. 2: Magnus Gaul (Hrsg.), in Vorbereitung 

Bd. 3: Oliver Krämer, Martin Schröder (Hrsg.), "Hebt man den Blick, so sieht man keine Grenzen" Grenzüberschreitung als Paradigma in Kunst und Wissenschaft. Festschrift für Hartmut Möller zum 60. Geburtstag, Essen 2013, ISBN 978-3-89924-352-9 

Bd. 4: Barbara Alge (Hrsg.), "Kunstmusik-Kolonialismus-Lateinamerika",Essen 2017, 182 Seiten, zahlr. Farbfotos, mit DVD, 28,00 € [D], ISBN 978-3-89924-401-4
Beschreibung des Buches

Link zum Video zum Artikel von G. Kubik: »Ciaconna« von Alessandro Piccinini, gespielt vom Bach Consort auf der CD Vidala Argentina and Roots of European Baroque, dazu Gerhard Kubik mit tin rattle, aufgenommen am 13. Mai 2016 am Institut für Musikwissenschaft Wien von Jörg Mühlhans und Lukas Handle    

Projekte zwischen 2010-2014
  • Automatische Tempo-Erkennung in Audiosignalen von Musik und Sprache (Musikwissenschaft und Informatik)
  • Musikalische kulturelle Veränderungsprozesse im nordosteuropäischen Raum, insbesondere die Ausprägung und Veränderung der menschlichen Stimme in europäischen Gesangstechniken, Schwerpunktländer Skandinavien, Baltikum und Nordwest-Rußland (Jun.-Prof. Dr. Britta Sweers, Musikwissenschaft, gefördert vom BMBF)
  • "Polyphonie der Kulturen": CD/CD-ROM 2006/8 in Kooperation mit "Bunt statt braun e.V." (Leitung: Jun.-Prof. Dr. Britta Sweers und Lena Fassnacht), Auszeichnung vom Bündnis für Demokratie und Toleranz (2009)
  • Eurolecture Gastdozentur der Alfred-Toepfer-Stiftung Hamburg: Dr. Frances Wilkins (University of Aberdeen) zu Gast bei Jun.-Prof. Dr. Barbara Alge an der hmt im WS 2010/11
  • Soundscapes Rostock: Wie klingen die verschiedenen Stadtteile Rostocks? Dieser Frage sind im WS 2010 Jun.-Prof. Dr. Barbara Alge und Dr. Frances Wilkins (Aberdeen) mit Studierenden der hmt nachgegangen. Die Ergebnisse wurden in einer Ausstellung mit Postern und Audio-Installation vom 24. Feb. bis 24. März 2011 im Haus Böll präsentiert und sind auf der Webseite www.soundscapesrostock.de mit interaktivem Klang-Stadtplan (Audio, Videos, Texte) erlebbar gemacht. Die Webseite liefert interessante Inhalte sowohl für den akademischen als auch den schulischen Musikbereich. Mit dem Projekt "Soundscapes Rostock" erreichte Barbara Alge beim Kommunikationswettbewerb der Langen Nacht der Wissenschaften in Rostock 2011 den 2. Platz. 
  • Beyond Borders: Welt-Musik-Pädagogik. Musikpädagogik und Ethnomusikologie im Diskurs. Internationale Fachtagung, 11.-13. November 2011, hmt Rostock, organisiert und konzipiert von Jun.-Prof. Dr. Barbara Alge und Prof. Dr. Oliver Krämer; Buchpublikation zum Thema beim Wißner-Verlag Augsburg erschienen (September 2013).
    Flyer zur Buchpublikation
    "Glossar", Barbara Alge und Oliver Krämer (Hg.), 2013
  • "Musik machen in Rostock", Seminar im Sommersemester 2014, Leitung: Jun.-Prof. Dr. Barbara Alge. 

Dissertationen und Habilitationen im Fach Musikwissenschaft