Von Tätern und Opfern. Musik in der NS-Diktatur

Unfassbar und unerklärbar erscheint es bis heute, wie u.a. durch Musik, „Verführung und Gewalt“ (H.-U. Thamer) eine Gesellschaft zum dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte gebracht werden konnte.

Im Wintersemester 2018/2019 wird an der hmt Rostock eine öffentliche Ringvorlesung zur Musik im Nationalsozialismus stattfinden. Organisiert und konzipiert wird sie von Prof. (stv.) Dr. Yvonne Wasserloos (hmt, Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik) und Volker Ahmels (Leiter des Zentrums für Verfemte Musik der hmt). In sieben Vorträgen werden Überblicke über die Funktionen der Musik sowie die Verteilung der „Rollen“ gegeben: wer war verantwortlich für die Verdrängung jüdischer Musikerinnen und Musiker, wer waren die Opfer und wer die Nutznießer? Biographische Perspektiven werden ebenso fokussiert wie der Missbrauch von Musik zu politischen Zwecken. Letztlich wird zu diskutieren sein, wie wir heute mit diesem Teil unserer Geschichte umgehen und was Erinnern und Erinnerung mit und durch Musik bedeuten.

Termine:
17:15-18:45 Uhr, Orgelsaal (so nicht anders angegeben)

11.10.2018 (Kapitelsaal)
Prof. (stv.) Dr. Yvonne Wasserloos (Rostock)
Akteure auf dem „Feld“ der Musik: Ausgrenzung – Verdrängung - Opportunismus

22.11.2018
Prof. Dr. Hartmut Möller (Rostock)
Das Frauenorchester in Auschwitz: oral histories und mediale Repräsentation 

06.12.2018
Volker Ahmels (Schwerin/Rostock)
Jüdische Identität im Exil: Dahl – Zeisl - Schönberg

13.12.2018
Dr. Luitgard Schader (Frankfurt)
Wie klingt der Isenheimer Altar? Paul Hindemiths Oper und Symphonie „Mathis der Maler“ (1933–1935)
Im Anschluss: Konzert, 20:00 Uhr, Kammermusiksaal

17.01.2019
Dr. Albrecht Dümling (Berlin)
Die Reichsmusikkammer. Vom Musikertraum zur Zwangsorganisation

31.01.2019
Roland Hirte (Weimar)
Musik in Buchenwald. Geschichte, Nachgeschichte und Vermittlung

07.02.2019
Prof. Dr. Dr. Gerold Gruber (Wien)
Deutsches Reich und Österreich

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